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Hochzeitsknigge

Hey Leute, heute macht er Hochzeit …

Auch wenn das Wetter noch nicht danach aussieht, es ist Frühling. Die klassische Zeit zum Heiraten. Dass „der schönste Tag im Leben“ perfekt abläuft, dazu können auch die Gäste beitragen. Hier kommt hier ein kleiner Hochzeitsknigge.

Sie sind zu einer Hochzeit eingeladen? Herzlichen Glückwunsch, Ihnen steht ein wunderbarer Tag bevor, denn die Gastgeber haben mit viel Liebe, Zeit und natürlich auch Geld ihren „schönsten Tag“ geplant; und Sie dürfen dabei sein.

Zeigen Sie Ihre Freude schon frühzeitig, indem Sie so bald wie möglich zu sagen.

Die nächsten Dinge, die vorab zu klären sind, betreffen die Garderobe und das Geschenk. Bei beiden werden Sie sich nach den Wünschen des Brautpaares richten.

Auf der Einladungskarte finden Sie auch häufig einen Hinweis auf die gewünschte Kleidung. Solche Kleidungsvermerke sind bindend und es zeugt von ausgesprochen schlechtem Benehmen, in Jeans und Karohemd an einer Hochzeitstafel Platz zu nehmen, wenn alle anderen Gäste dem Wunsch der Braut nach festlicher Kleidung gefolgt sind. Sie bestimmt den Kleidungsstil der Feier und alle anderen sollten sich nach ihr richten. Selbstverständlich trägt keiner der weiblichen Gäste ein weißes oder cremefarbenes Kleid. Auch Hosenanzüge in diesen Farben sind tabu und die klassischen schwarzen Abendkleider wirken zu einem so fröhlichen Anlass eher schwer und traurig.

Die Gäste sollten allerdings nie besser gekleidet sein als das Brautpaar.

Der nächste Punkt, um den Sie sich kümmern werden, ist das Geschenk. Viele Brautleute haben einen Geschenketisch oder eine Wunschliste im Internet, aus der Sie sich das Passende heraussuchen können. Weit verbreitet ist heute aber auch der Wunsch nach einem Geldgeschenk; etwa für die Hochzeitsreise oder einen anderen größeren Wunsch. Respektieren Sie das und verpacken Sie Ihr Präsent liebevoll und kreativ.

Nach diesen Vorbereitungen kann der große Tag kommen. Pünktlichkeit ist hier oberstes Gebot. Eine halbe Stunde vor Beginn der Trauung sollten Sie vor Ort sein. Als Teil der engsten Familie dürfen sie während der Zeremonie, gemeinsam mit den Trauzeugen, in den vorderen Reihen sitzen und auch als Erste gratulieren. Aber Achtung: Kurze freundliche Worte und kleine Luftküsschen sind erlaubt, spitze Bemerkungen – zum Beispiel über ein enges Kleid – tabu.

Manchmal gestalten Freunde und Verwandte die Hochzeitsfeier auch mit, in dem Sie kleine Sketche aufführen oder Spiele veranstalten, in deren Mittelpunkt das Brautpaar steht. Bitte finden Sie heraus, ob diese Art Unterhaltung den Brautleuten auch gefällt. Sonst verderben Sie den beiden vielleicht unabsichtlich den schönsten Tag Ihres Lebens. Nicht jeder ist ein Freund von Tanzspielen, witzigen Anekdoten oder anzüglichen Texten.

Wenn Sie etwas zur Unterhaltung beitragen möchten, achten Sie darauf, dass diese Beiträge auch aktuell sind und nicht aus Texten bestehen, die man schon mitsprechen kann, weil sie zu jeder Art von Feiern präsentiert werden. Tragen Sie lieber etwas vor, das sich individuell auf das Brautpaar bezieht.

Als Gast bei einem Hochzeitsfest werden Sie natürlich auch Ihre Festtagsmanieren präsentieren. Sie werden sich höflich mit Onkel Otto unterhalten und der Versuchung widerstehen, die Tischkarten auszutauschen, um nicht neben der schwerhörigen Tante Frieda sitzen zu müssen. Ihre Tischmanieren werden tadellos sein und Sie tragen durch Ihre gute Laune maßgeblich zum Gelingen der Feier bei. Kurz gesagt, Sie sind der perfekte Gast.

Das bedeutet natürlich auch, dass Sie sich bei der Verabschiedung für das gelungene Fest bedanken. Sagen Sie ruhig, wie gut Ihnen die Dekoration, das Essen oder die Hochzeitstorte gefallen haben und verzichten Sie auf jede Form der Kritik.

Ich werde in diesem Zusammenhang oft gefragt, ob auch die Eltern des Brautpaares einen besonderen Status haben. Die klare Antwort: Ja, auch ihnen sollte man gratulieren und sich beim Abschied bedanken, schließlich haben sie die beiden oft bei der Organisation und der Finanzierung der Feier unterstützt.

Mit diesen Informationen sind Sie nun gut gerüstet und werden ein rauschendes Fest genießen. Dabei wünsche ich Ihnen viel Freude.

(Marlis Smits)


 


 

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