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Hohe Nachfrage beim Screening zur Schwangerschaftsdiabetes

180 Versicherte der BARMER haben in Hamburg bisher den seit Juni 2008 angebotenen Test auf Schwangerschaftsdiabetes genutzt. Bundesweit waren es 7.500 Versicherte. Auf den Wert eines solchen Tests hatte erst kürzlich das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hingewiesen.



Dabei stützte sich das IQWiG auf die im Mai 2008 veröffentlichte HAPO-Studie (Hyperglycemia and Adverse Perinatal Outcome). Sie habe bestätigt, dass mit steigenden Blutzuckerwerten das Risiko bestimmter Geburtskomplikationen zunimmt. Einige negative Folgen könnten vermieden werden, wenn Schwangere mit erhöhten Blutzuckerwerten rechtzeitig ihre Ernährung umstellen. In manchen Fällen sei es sogar sinnvoll Insulin zu spritzen, um die Blutzuckerwerte zu senken. Schließlich gebe es Anhaltspunkte, dass eine Blutzuckerkontrolle die Rate von Komplikationen verringere. Aus diesen Hinweisen schlussfolgerte das Institut, „dass auch eine Reihenuntersuchung einen Nutzen haben kann, wenn sie dazu führt, dass Frauen mit ausgeprägten Blutzuckerhöhungen erkannt und behandelt werden“. 

Die BARMER ist bislang die einzige Krankenkasse, die ihren schwangeren Versicherten eine solche Reihenuntersuchung anbietet. Grundlage dafür ist ein Vertrag mit dem Berufsverband der Frauenärzte zur Förderung der frühzeitigen Diagnostik des Gestationsdiabetes. Teilnahmeberechtigt an dem Vertrag sind alle Gynäkologinnen und Gynäkologen. Die Teilnahme ist für die Versicherten wie die Frauenärzte freiwillig. Bei der BARMER werden jährlich rund 60.000 Entbindungen gezählt.

BARMER

(Redaktion)


 


 

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