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Norddeutsche Affinerie AG

Hoher operativer Cash Flow und ein durch Kupferbestandabwertungen deutlich negatives Ergebnis

Die Norddeutsche Affinerie AG (NA) hat trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein positives operatives Ergebnis für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 erwirtschaftet, konnte jedoch an das sehr gute Ergebnis des Vorjahres nicht anknüpfen. Vor Bewertungseffekten ergab sich ein operatives Ergebnis (EBT) in Höhe von 19 Mio. € (Vj 41 Mio. €). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultierte insbesondere aus der Abschwächung des Produktgeschäftes und geplanten Wartungsstillständen in Hamburg, Lünen und Pirdop.

Aufgrund des drastisch gesunkenen Kupferpreises waren erhebliche nicht cashflow-wirksame Wertberichtigungen auf Kupfervorräte vorzunehmen, die durch positive Preissicherungsgeschäfte und Bewertungseinflüsse teilweise kompensiert wurden. Die Bewertungseffekte erreichten insgesamt eine Höhe von -143 Mio. € und führten zu einem deutlichen negativen Quartalsergebnis von -124 Mio. € vor Ertrags-steuern (Vj +88 Mio. €).

„Ich freue mich, dass wir trotz des schwierigen, wirtschaftlichen Umfeld ein positives operatives Ergebnis erarbeiten konnten. Die Bewertungseffekte, die leider dazu führen, dass wir dennoch ein negatives Ergebnis für das 1. Quartal ausweisen müssen, haben jedoch weder Einfluss auf unseren Cash-Flow, noch auf die Höhe der Dividende für das laufende Geschäftsjahr“, kommentierte Dr. Bernd Drouven, Vor-standsvorsitzender der NA die Zahlen.

Der Netto-Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit stieg signifikant auf 150 Mio. € (Vj -9 Mio. €). „Unser hoher Cash-Flow unterstreicht die Finanzstärke der NA“, so Dr. Drouven weiter.

Der Umsatz stieg trotz des deutlich zurückgegangenen Kupferpreises aufgrund der Vollkonsolidierung der Cumerio sa/nv auf 1,49 Mrd. € (Vj 1,41 Mrd. €) an.
Nachdem Anfang Juli 2008 noch Höchstpreise für Kupfer von fast 9.000 US$/t erreicht wurden, kam es in den folgenden Monaten zu einem deutlichen Rückgang. Ausgehend von der Krise im Bankensektor traten auch in der Realwirtschaft Belastungen auf. Die Kupfernachfrage schwächte sich ab. Zudem zogen sich Fonds im großen Umfang aus ihren Kupferengagements zurück und beschleunigten dadurch den Preisrückgang. Weder Produktionskürzungen noch deren Ankündigung bei Kupfererzeugern oder staatliche Hilfsmaßnahmen zur Stützung der Konjunktur konnten diesen Trend im Berichtszeitraum stoppen. Der Kupferpreis reduzierte sich von 6.379 US$/t Anfang Oktober um 55% auf einen Jahresschlusskurs von 2.902 US$/t. Bis Anfang Februar 2009 hat sich der Kupferpreis wieder auf etwa 3.500 US$/t erholt.

Die Entwicklung an den Rohstoffmärkten verlief uneinheitlich. Bei Kupferkonzentraten verbesserte sich die Verfügbarkeit deutlich und führte zu einem Anstieg der Schmelz- und Raffinierlöhne. Die Versorgungslage für Altkupfer verschlechterte sich. Sonstige Recyclingmaterialien waren weiterhin gut verfügbar.

Gemäß der neuen Organisationsstruktur erfolgt die Berichterstattung ab dem Beginn des Geschäftsjahres 2008/09 entsprechend den drei Business Units (BU): Primärkupfer, Recycling / Edelmetalle und Kupferprodukte. Beim Vorjahresvergleich ist zu berücksichtigen, dass Cumerio erst ab März 2008 konsolidiert wurde.

In der BU Primärkupfer wurden im 1. Quartal 508.000 Tonnen Kupferkonzentrate verarbeitet (Vj 260.000 Tonnen). Entsprechend erhöhte sich die Produktion von Schwefelsäure von 255.000 Tonnen auf 515.000 Tonnen. Die Kathodenproduktion erreichte 229.000 Tonnen nach 96.000 Tonnen im Vorjahr.

Die Produktionsmenge der BU Recycling / Edelmetalle stieg um 4.000 Tonnen auf 54.000 Tonnen Kupferkathoden. Die Gold- und Silberproduktion lag leicht unterhalb des Vorjahresniveaus.Insgesamt wurden in beiden BUs 283.000 Tonnen Kathoden erzeugt (Vj 146.000 Tonnen).

In der BU Kupferprodukte wirkte sich die schwache konjunkturelle Entwicklung aus. Die Produktionsmenge stieg aufgrund der Konsolidierung von Cumerio auf 159.000 Tonnen (VJ 107.000 Tonnen). Die Stranggussproduktion lag mit 47.000 Tonnen auf Vorjahresniveau.

Mit der auf der Hauptversammlung am 26. Februar 2009 beabsichtigten Namensänderung der Norddeutschen Affinerie in Aurubis wird dem Zusammenschluss von NA und Cumerio Rechnung getragen. Aurubis ist der aus dem Lateinischen abgeleitete Begriff für „rotes Gold“.

Quelle: Norddeutsche Affinerie AG

(Redaktion)


 


 

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