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igs 2013

Erste offizielle Fahrt der „Wilhemsburger Raupe“ mit Olaf Scholz

Am 26. April 2013 öffnet die Internationale Gartenschau Hamburg (igs) ihre Pforten auf der Elbinsel Hamburg-Wilhelmsburg. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Davon überzeugten sich Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, igs-Chef Heiner Baumgarten und Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG), bei der gestrigen Auftaktpressekonferenz. Auf dem Programm stand auch die erste offizielle Fahrt mit der Gartenschaubahn.

Jungfernfahrt der Monorail

Bei grauem Himmel startete gestern die erste offizielle Fahrt der Gartenschaubahn – auch liebevoll die „Wilhemsburger Raupe“ genannt. In gemütlichem Reisetempo von bis zu 16 Kilometern pro Stunde schwebte die Einschienenbahn über das igs-Gelände. Im ersten Wagon hatten Bürgermeister Olaf Scholz und igs-Geschäftsführer Heiner Baumgarten Platz genommen, auf den restlichen Plätzen mit Panorama-Fenstern ließen Pressevertreter die ersten Eindrücke und die Erklärungen Heiner Baumgartens auf sich wirken.

Nahezu lautlos führt die Tour über das Gelände. Der Blick aus vier bis sechs Metern Höhe vermittelt einen Überblick über die vielfältigen Themenbereiche wie beispielsweise die „Welt der Kontinente“, in der die Gäste unterschiedlichste Farbkontraste und Formenvielfalt der Gartengestaltung aller Erdteile erleben. Die „Wasserwelten“ greifen die Thematik „vom Wassermangel bis zum Wasserüberfluss“ auf.

Trotz des langen und frostigen Winters sind die Fortschritte auf dem gesamten Gelände erkennbar. Allerorts stehen Paletten mit Pflanzencontainern; die letzten Bau- und Pflanzarbeiten sind in vollem Gang. Die abwechslungsreich gestalteten Natur- und Kulturlandschaften mit prachtvollen Blumenmeeren lassen sich bereits erahnen. Zum Start der igs in zwei Wochen solle alles fertig sein, verspricht Baumgarten.

In 80 Gärten um die Welt

Unter dem Motto „In 80 Gärten um die Welt“ – in Anlehnung an Jules Vernes berühmten Roman – zeigt die igs auf etwa 100 Hektar Fläche, das ist so groß wie 140 Fußballfelder, den Ideenreichtum der Gärtner, Züchter und Landschaftsarchitekten mit fantasievoll gestaltete Gärten und mehr als 5.000 kleinen und großen Bildungs-, Kultur- und Sportveranstaltungen.

Renommierte nationale und internationale Landschaftsplaner lieferten Ideen für die Gestaltung der 80 Themengärten. „So viele gab es noch bei keiner Gartenschau zuvor. Herausgekommen sind viele hochattraktive und überraschende Ideen und Sichtweisen, die den Gartenschaubesucher begeistern und auch zum Nachdenken anregen werden. Wichtiger interkultureller Baustein ist die enge Einbindung der fünf großen Weltreligionen mit einem gemeinsamen Projekt und fünf Gärten ihrer Lebensphilosophie. Erstmals in der langen Geschichte von Gartenschauen bietet die igs 2013 ihren Gästen ein spannendes Spiel-, Sport- und Bewegungsangebot. Neben Kletterhalle, Hochseilgarten, Schwimmbad oder Skateranlage locken elf Fitness- und Ruhegärten mit ‚bewegten‘ Angeboten“, sagte Heiner Baumgarten.

Der städtebauliche Sprung über die Elbe

Neben der Ausrichtung einer unverwechselbaren Gartenschau setzt sich die Freie und Hansestadt Hamburg mit der igs 2013 mehrere Ziele:

  • Die Stadt vollzieht den „Sprung über die Elbe“.
  • Der Stadtteil Wilhelmsburg erhält neue Impulse für eine positive Entwicklung.
  • Es entsteht ein neuer Volkspark, der den Bedürfnissen einer modernen und multikulturellen Stadtgesellschaft entspricht.
  • Der neue Wilhelmsburger Inselpark bietet vor allem den Trends im aktiven Freizeitverhalten Raum und fördert die Kooperation zwischen Freizeit- und Vereinssport.
  • Der Park möchte den Ansprüchen als Ort interkultureller Begegnung und Kommunikation in einem Stadtteil mit über hundert Nationalitäten gerecht werden.
  • Bau und Betrieb des Parks und der Gartenschau erfüllen die Kriterien des fairen Handels – sowohl im Hinblick auf das verwendete Material als auch beim gastronomischen Service.

Hamburgs Gartenschautradition

Hamburg kann bereits auf eine lange Gartenschautradition zurückblicken. 1896, 1897 und 1914 fanden Gartenschauen statt und im Nachkriegsdeutschland war die erste IGA (Internationale Gartenausstellung) so erfolgreich, dass die Hansestadt auch die IGAs 1963 und 1973 auf dem Hauptgelände „Planten un Blomen“ ausrichten durfte. „Die igs setzt Hamburgs Gartenschautradition fort, und sie setzt Maßstäbe: Noch nie hat eine Gartenschau einen Stadtteil so weiterentwickelt, wie es im Jahr 2013 in Hamburg-Wilhelmsburg zu besichtigen ist, auf der nach Mannhatten größten bewohnten Flussinsel der Welt. Es entstehen in enger Kooperation mit der zeitgleich stattfindenden Internationalen Bauausstellung (IBA) Stadtlandschaften der Zukunft und ein Park des 21. Jahrhunderts. Das kann als beispielgebend für andere Metropolen weltweit sein, aber auch für Grünanlagen und Parks in Hamburg. Wilhelmsburg bekommt mit der igs 2013 eine grüne Mitte und damit auch einen Ort, der die Bürgerinnen und Bürger zusammenbringt. Viele werden kommen, um sich IBA und igs anzusehen. Hamburg freut sich auf seine doppelte Gastgeberrolle“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz anlässlich der Pressekonferenz.

Die igs 2013

Öffnungszeiten: 26. April bis 13. Oktober 2013 täglich ab 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Preise: Tagesticket 21 Euro, ermäßigt 17 Euro; Dauerkarte für alle 171 Tage 110 Euro. Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Alle Events wie Konzerte, Kabarett, Theateraufführungen und Lesungen sind im Eintrittspreis enthalten. Weitere Informationen: www.igs-hamburg.de.

Das offizielle Buch zur Gartenschau

Für Besucher der igs und all jene, die sich für Pflanzen und Trends in der Gartengestaltung interessieren, bietet das Buch auf mehr als 330 Seiten Informationen rund um die Gartenschau, Erklärungen und Abbildungen zu den einzelnen Gärten. Ellert & Richter Verlag, ISBN 978-3-8319-0490-7, Preis: 5,95 Euro.

Das Buch ist im örtlichen Buchhandel und online beispielweise über Thalia oder Amazon erhältlich.

(Redaktion)


 


 

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