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Länderübergreifende Zusammenarbeit und verstärkte Kooperation im Tourismus

Unter dem Titel „Gemeinsam erfolgreich? – Tourismuskooperationen in Norddeutschland“, fand eine Veranstaltung der IHK Nord und Handelskammer Hamburg auf dem Derby-Platz in Hamburg-Flottbek statt.

Vertreter aus Politik und Tourismuswirtschaft diskutierten, wie sich durch länderübergreifende Kooperationen touristische Angebote in Norddeutschland noch besser vermarkten lassen. Der Schwerpunkt lag dabei auf den verbindenden Elementen des Golf-, Reitsport- und Wassersporttourismus. Die IHK Nord, ein Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern sieht insgesamt großes Potenzial in einer länderübergreifenden Vermarktung.

In allen norddeutschen Bundesländern hat der Tourismus als Wirtschaftsfaktor eine herausragende Bedeutung. Mit insgesamt gut 104 Millionen Übernachtungen in den fünf Küstenländern trägt die Branche in einzelnen Regionen mehr als 20 Prozent zur Bruttowertschöpfung bei. Mehr als ein Viertel der in Deutschland getätigten Übernachtungen und etwa 20 Prozent der Tagesausflüge entfallen auf die Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

„Vor allem bei der Ansprache ausländischer Gäste können Hamburg und Schleswig-Holstein die bestehenden Kooperationen zum Wohle beider Länder ausbauen. Auch der maritime Marktplatz auf der ITB verbindet die Messestände Hamburgs und Schleswig-Holsteins und wird für gemeinsame Presse-Veranstaltungen und Fachgespräche, zum Beispiel zum Kreuzfahrttourismus, genutzt“, erklärt Reinhard Meyer, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein.

Besonderes Wachstumspotenzial für den norddeutschen Tourismus sieht Fritz Horst Melsheimer, Präses der Handelskammer Hamburg und Vorsitzender der IHK Nord, in der stärkeren gemeinsamen Auslandsvermarktung des Nordens: „Lediglich 13 Prozent aller ausländischen Übernachtungen in Deutschland entfallen auf die fünf norddeutschen Bundesländer. Hingegen liegt die Quote bei Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zusammen bei fast 50 Prozent.“ Die Ursache für diese geringe Übernachtungszahl im Norden sei nicht der Mangel an touristischer Attraktivität. „Vielmehr liegt es daran, dass die Schönheit des Nordens im Ausland noch nicht so bekannt ist“, sagt Melsheimer und fordert die Schaffung eines „maritimen Gegenpols zum international stark bajuwarisch geprägten Deutschlandbild.“ Hierfür müssten die vielversprechenden Strukturen des „Deutsches Küstenland e.V.“, der touristischen Werbegemeinschaft von Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie der Städte Lübeck und Rostock, gestärkt und ausgebaut werden.

(Redaktion)


 


 

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