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Infektionsschutz

Über 90 Prozent der Schüler in der Hansestadt sind geimpft

Hamburgs Schulkinder haben einen guten Impfschutz. Das sagt die Gesundheitsbehörde und veröffentlicht anlässlich der Europäischen Impfwoche (EIW) vom 24. bis 30. April 2017 Zahlen der Schuleingangsuntersuchungen 2016.

„Impfungen wirken“ lautet das Motto der Europäischen Impfwoche 2017. Dieser Überzeugung scheinen auch viele Eltern der Hansestadt zu sein. Laut Informationen der Gesundheitsbehörde verfügen Hamburgs Schulkinder über einen guten Infektionsschutz: Bei den wichtigsten Standardimpfungen liegen die Impfraten bei über 90 Prozent.

Das geht aus den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchungen für den Untersuchungsjahrgang 2016 hervor, die die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) anlässlich der Europäischen Impfwoche ausgewertet hat. Laut Ranking der Bundesländer des Robert-Koch-Instituts liegt Hamburg mit seiner Impfquote unter den 16 Bundesländern auf Platz 6.

Impfschutz auch für Erwachsene empfohlen

„Impfungen sind ein wirksamer Schutz gegen zahlreiche gefährliche Infektionskrankheiten. Insbesondere Kinder sollten so früh wie empfohlen durch Impfungen geschützt werden. Um Krankheitsausbrüche, wie zum Beispiel durch Masern, zu vermeiden, ist es aber ebenso wichtig, bestehende Impflücken bei Jugendlichen und Erwachsenen zu schließen. Anstehende Untersuchungen bei der Hausärztin oder beim Hausarzt sind eine gute Gelegenheit, den eigenen Impfschutz überprüfen zu lassen und fehlende Impfungen nachzuholen“, sagt Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Deutschland hat sich zu dem Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt, die Masern zu eliminieren. Dazu müssen mindestens 95 Prozent der Bevölkerung immunisiert sein. Die Masernerkrankung sei eine hoch ansteckende Virusinfektion, die mit schweren Komplikationen einhergehen kann, so die Gesundheitsbehörde. Bis Mitte April seien in diesem Jahr in Hamburg fünf Masernfälle gemeldet worden. Die immer noch vorhandenen Impflücken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen trügen entscheidend dazu bei, dass Masernausbrüche immer wieder zu vielen Krankheitsfällen führen können.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher seit dem Jahr 2010 auch allen nach 1970 geborenen Erwachsenen ohne oder mit nur einer Impfung in der Kindheit bzw. bei unklarem Impfstatus die Impfung gegen Masern.

Unter www.hamburg.de/impfen gibt es eine Broschüre zum Thema Impfen in Hamburg, die kostenlos heruntergeladen werden kann. Unter www.vacmap.de stellt das Robert-Koch-Institut Masernimpfquoten in Deutschland im Vergleich dar.

(Redaktion)


 


 

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