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Inflation

Reallöhne um 0,3 Prozent gesunken

Viele Beschäftigte müssen den Gürtel enger schnallen. Vom dritten Quartal 2012 bis zum dritten Quartal 2013 sind die Reallöhne in Deutschland um durchschnittlich 0,3 Prozent gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt mit.

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) sind vom dritten Quartal 2012 bis zum dritten Quartal 2013 die Nominallöhne um 1,3 Prozent angestiegen. Gleichzeitig stiegen die Verbraucherpreise stiegen um 1,6 Prozent. Damit schluckt die Inflation Lohnzuwächse.

Der Nominallohnindex spiegele die Veränderung der Bruttomonatsverdienste inklusive Sonderzahlungen der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wider, erläutert das Statistische Bundesamt. Demnach sei der vergleichsweise geringe Anstieg der Nominallöhne im dritten Quartal 2013 zum Vorjahresquartal vor allem auf deutlich geringere Sonderzahlungen in Form von Einmalzahlungen im Dienstleistungsbereich zurückzuführen, speziell im Bereich der Banken und Versicherungen sowie in der öffentlichen Verwaltung.

Der nominale Anstieg der Bruttomonatsverdienste mit Sonderzahlungen hat laut den Statistikern im Dienstleistungsbereich nur 0,7 Prozent betragen. Abzüglich der Sonderzahlungen stiegen die regelmäßig gezahlten Bruttomonatsverdienste immerhin um 1,7 Prozent. Im Produzierenden Gewerbe lagen die Wachstumsraten der Bruttomonatsverdienste mit (2,3 Prozent) und ohne Sonderzahlungen (2,1 Prozent) jeweils deutlich über der Wachstumsrate des Verbraucherpreisindex (1,6 Prozent).

Für das Jahr 2013 zeichnet sich nach den Ergebnissen der ersten drei Quartale 2013 ein geringer Reallohnverlust ab. Die Nominallöhne seien in diesem Zeitraum im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2012 um 1,4 Prozent gestiegen, die Verbraucherpreise um 1,6 Prozent.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente in Deutschland im dritten Quartal 2013 ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3.462 Euro brutto im Monat. Die höchsten Durchschnittsverdienste erhielten die Vollzeitbeschäftigten bei Banken und Versicherungen (4.576 Euro), in der Energieversorgung (4.510 Euro) sowie im Bereich Information und Kommunikation (4.501 Euro). Der niedrigste durchschnittliche Bruttomonatsverdienst wurde im Gastgewerbe (2.012 Euro) gezahlt.

Die vierteljährliche Verdiensterhebung werde seit dem Berichtsjahr 2007 durchgeführt. Um einen längerfristigen Zeitvergleich der Ergebnisse zu ermöglichen, wurden die Zeitreihen des Real- und Nominallohnindex mit Hilfe von Angaben zu den Bruttolöhnen und -gehältern je Arbeitnehmer aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen bis 1991 zurückgerechnet, so Destatis.

(Redaktion)


 


 

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