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Aus der Arbeitslosigkeit

Initiative: Sport baut Brücken

Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA) starten gemeinsame Initiative zur Verbesserung der Integrationschancen von Arbeitslosen aus der Grundsicherung („Hartz IV“)

Arbeitslosigkeit führt oftmals dazu, dass man sich von der Gesellschaft zurückzieht, sich isoliert von Freunden, Bekannten oder ehemaligen Kollegen. Folgen von Arbeitslosigkeit können auch zu Depressionen oder Suchterkrankungen führen und die Gesundheit im Allgemeinen beeinflussen. Dies alles wirkt sich natürlich auch auf die Vermittlung in den Arbeitsmarkt aus.

Eine Antwort darauf, wie man Menschen wieder aus der Isolation in die Gesellschaft integriert, bietet wie kein anderes Medium der Sport. Sport verbindet - ohne Blick auf Hautfarbe, Religion, Status, finanzielle Hintergründe. Im Sport zählt nur das Engagement.

Sport als Brücke nutzen, das besiegelten Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit unter Beisein des Bundesministers für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz.

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz: „Der Sport vermittelt, er verbindet Menschen, er kann Brücken bauen, in die Gesellschaft genauso wie in den Arbeitsmarkt. Das ist es, was wir uns mit der Kooperation zwischen der Bundesagentur für Arbeit und dem Deutschen Olympischen Sportbund zunutze machen. Grundsätzlich bleibt es Ziel aller Anstrengungen, „fit zu machen“ für einen Job auf dem ungeförderten Arbeitsmarkt.“

„Sport leistet nicht nur einen Beitrag dazu, die körperliche Verfassung und das Selbstwertgefühl Arbeitloser zu verbessern. Sport hilft auch, persönliche Netzwerke aufzubauen und dies sehe ich als ganz entscheidend an. Im Sport finden sich Manager, Personalchefs, Beschäftigte – jeder von ihnen kann wichtiger Unterstützer bei der Suche nach einem Arbeitsplatz sein. Über diese persönlichen Netzwerke funktioniert Arbeitsvermittlung sehr erfolgreich“, so Alt.

Thomas Bach sagte anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung: „Wir bieten mit dem bundesweit einmaligen Netzwerk unserer mehr als 91.000 Vereine Unterstützung bei der Integration von Langzeitarbeitslosen an. Die integrative Kraft des Sports kann helfen, sich ohne Berührungsängste wieder an die Anforderungen der Arbeitswelt heranzutasten. Die Kooperation soll Sportvereine und regionale Arbeitsgemeinschaften ermuntern, hier alle Chancen zu ergreifen, die der Sport bietet.“

Mögliche Einsatzfelder für Arbeitslose finden sich zum Beispiel als Übungsleiter oder Platzwarte.

Sportvereine und regionale Arbeitsgemeinschaften arbeiten bereits heute vielfach zusammen: Sie bieten Langzeitarbeitslosen regelmäßige und sinnvolle Beschäftigung und nutzen das soziale Netzwerk des Sports, um Arbeitslose weiter zu vermitteln oder bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu helfen. Anlässlich der Unterzeichnung berichtete der Frankfurter Sportkreisvorsitzende Roland Frischkorn über erfolgreiche Kooperationen der 430 Frankfurter Vereine. So bildet die Sportjugend Frankfurt in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur und der „Sozialen Stadt Frankfurt“ Arbeitslose über neun Monate zu Übungsleitern aus. Dabei erhalten die Teilnehmer für eine Wochenarbeitszeit von 25 Stunden eine Mehraufwandsentschädigung zusätzlich zum Arbeitslosengeld II. Im Stadtteil Gallus trägt der Sportkreis Frankfurt das gleichnamige Projekt und kümmert sich unter dem Motto „Gallus 1:1 für Ausbildung“ um Beratungsangebote für Jugendliche.

Bundesagentur für Arbeit

(Redaktion)


 


 

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