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Inklusiver Arbeitsmarkt

Absichtserklärung für mehr Inklusion in Betrieben unterzeichnet

Hamburger Unternehmen und Institutionen haben am 22. April 2015 in Anwesenheit von Detlef Scheele, Senator für Arbeit, Soziales, Familie und Integration den Letter of Intent „Wir nehmen Kurs auf Inklusion!“ unterzeichnet. Sie verpflichten sich darin, mehr Menschen mit Behinderung einzustellen.

Vor rund 60 Gästen aus Politik und Wirtschaft ermutigte Senator Scheele die Unternehmen, einen Inklusionsblick zu entwickeln: „Das Anderssein hat keinerlei Bedeutung, wenn es um Qualifikation geht. Insofern stellt sich bei der Inklusion am Arbeitsmarkt die Frage: Wer ist behindert und wer wird behindert? Hinderlich sind vielfach eher die Barrieren in den Köpfen. Und auch diese Barrieren müssen abgebaut werden.“

18 Unternehmen und sieben Institutionen aus Hamburg haben die Absichtserklärung unterzeichnet. Im Rahmen des Senatsempfangs wurden darüber hinaus Good-Practice-Beispiele vorgestellt: Darunter die Zahnärztin Marianela von Schuler Alarcón, die in ihrer Praxis gehörlose junge Menschen ausbildet, die Fahrzeuglackiererei Dähn, die eine Mitarbeiterin mit psychischer Behinderung beschäftigt, sowie das Unternehmen Hamburg Wasser, das stark auf den behindertengerechten Umbau von Arbeitsplätzen setzt.

Mit der Inklusions-Strategie wollen sich Hamburger Unternehmen und Verbände für den demografischen Wandel rüsten und einem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken. In der Absichtserklärung heißt es: Einer der Schwerpunkte bestehe darin, die Erwerbsbeteiligung von Menschen mit Behinderung zu erhöhen. Sie seien häufig gut qualifiziert, richtig eingesetzt leistungsfähiger als gedacht und besonders motiviert. Dennoch profitierten sie nicht in ausreichendem Maße von der guten Beschäftigungslage auf dem Hamburger Arbeitsmarkt.

Die Unterzeichnenden wollen sich dafür einsetzen, Menschen mit Behinderung mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Dazu gehöre, künftig mehr Menschen mit Behinderung einstellen. Auch wollen sie Praktika, Hospitationen und Schnuppertage verstärkt nutzen, damit sich Betriebe und Menschen mit Behinderung vor einer Bewerbung oder Einstellung kennenlernen und gegenseitige Anforderungen und Erwartungen besser einschätzen können. 

Die Veranstaltung wurde vom „Aktionsbündnis Bildung und Beschäftigung Hamburg – Hamburger Fachkräftenetzwerk“ initiiert. Sie ist der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, um mehr Unternehmen in Hamburg zu ermutigen, sich für Menschen mit Behinderung zu öffnen. Die Unternehmen berichten im Folgejahr über ihre Ergebnisse und Bemühungen.

(Redaktion)


 


 

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