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Elizabeth Holmes vereinfachte das System für Bluttests – Entdeckergeist und Pionierarbeit Teil 8

Ende 2013 sorgte die US-amerikanische Chemieingenieurin Elizabeth Holmes, Spezialistin für Mikroflüssigkeiten, für weltweites Aufsehen. Holmes präsentierte der Öffentlichkeit einen neuen Bluttest, der ohne Angst und Schmerzen durchführbar ist.

Ein einziger Tropfen Blut reicht aus – aufbewahrt in einem winzigen Proberöhrchen, dem sogenannten „Nanotainer“ –, um zahlreiche Blutwerte zu ermitteln. Diese Menge reicht, um bis zu 70 Tests durchzuführen – von der Messung des Cholesterinwertes über das Aufspüren von Grippeviren bis zum Markieren einzelner Krebstumore. Das Ergebnis ist eine medizinische Sensation. Bisher benötigte man für eine Laboranalyse bis zu 30 Milliliter Blut. Holmes Bluttest braucht dagegen nur ein Tausendstel dieser Menge.


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„Ich war immer der Meinung, dass die klassische Methode zur Blutentnahme als Folterexperiment gelten könnte. Wenn man an die Nadeln denkt, die bei dem Versuch die Vene zu finden wieder und wieder und wieder in deinen Arm stechen. Und dann da zu sitzen und zusehen zu müssen wie so viel Blut aus dir raus gesaugt wird – es gibt nicht viele Dinge die so psychologisch verstörend sind, aber es ist etwas das notwendig ist um an kritische Informationen zu gelangen, das Menschen helfen kann zu überleben. Und wir wollten das verändern“, so Elizabeth Holmes. Mit ihrer Erfindung lässt sich auch der zeitliche und finanzielle Aufwand im Vergleich zur herkömmlichen Blutabnahme extrem reduzieren.

Die Chemieingenieurin setzt sich außerdem dafür ein, Früherkennung und gesundheitliche Vorsorge auch international möglich zu machen. Sie will dort eine Infrastruktur aufbauen, wo Menschen heute keine haben: „Wie Mobiltelefone, die in vielen Ländern den Mangel an Festnetzanschlüssen wettgemacht haben, könnten wir dasselbe mit Labortests erreichen und helfen eine dezentralisierte Infrastruktur aufzubauen.“

Holmes gilt in den USA als Wunderkind der Biotechnologie. Im Alter von 19 Jahren brach sie ihr Studium an der Elite-Universität Stanford ab und gründete im Silicon Valley ihr eigenes Unternehmen Theranos. Für ihre Leistungen im Bereich der Biotechnologie ist Elizabeth Holmes nun für den Europäischen Erfinderpreis in der Kategorie „Außereuropäische Staaten“ nominiert.

(Redaktion)


 


 

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