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Innovationen im Alltag

Franz Amtmann und Philippe Maugars entwickeln die NFC-Technologie – Entdeckergeist und Pionierarbeit Teil 3

Bezahlen ohne Kreditkarte und Bargeld – sicher und einfach per Klick. Mit dem Smartphone funktioniert das. Bereits jedes dritte Handy kann das schon. Mehr als fünf Milliarden Mobiltelefone gibt es weltweit – Tendenz steigend. Sie werden so immer mehr zu Alltagshelfern. Durch die Erfindung von Franz Amtmann und Philippe Maugars lassen sich mit dem Smartphone sogar Türen öffnen: „Nahfeldkommunikation“ (englisch: Near field communication NFC) macht das möglich.

Mit der NFC-Technologie lässt sich kabellos kommunizieren und sie erlaubt diesen Datenaustausch auch beim Betrieb ohne Batterie. Typische Anwendungen seien zum Beispiel, ein Headset an ein Smartphone zu koppeln und elektronische Bezahlsysteme, erläutert Philippe Maugars, Finalist Europäischer Erfinderpreis 2015. Verantwortlich dafür ist ein winziger Chip. Er ist nur wenige Millimeter groß und steckt mittlerweile in jedem dritten Handy. Philippe Maugars und Franz Amtmann haben ihn für die Firmen NXP(deutsch) und Sony entwickelt. Dieser NFC-Chip sorgt dafür, dass das Handy Daten mit einem Gerät in der näheren Umgebung austauscht – wenn man das möchte. So landen Daten etwa von einem Handy wie von Zauberhand auf einem anderen – wie hier zur Demonstration ein Foto. Hält man die Geräte aneinander und aktiviert die Funktion, beginnt der Austausch.


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Und so funktioniert es: Nähern sich die Handys an, entsteht ein elektromagnetisches Feld. So kann man mit dem Smartphone bargeldlos zahlen, im Hotel einchecken oder sich ausweisen – etwa beim Betreten von Gebäuden. Geht ein Handy verloren, lassen sich die Funktionen über einen Internetzugang sperren. Zudem gilt die Verbindung mit NFC als sicher. Denn: Nah-Feld-Kommunikation bedeutet, dass sich die Daten nur austauschen lassen, wenn Geräte zwei oder drei Zentimeter voneinander entfernt sind und dadurch wenig Manipulationsmöglichkeiten bestehen. Zum anderen können NFC-Chips Daten verschlüsseln.

Die Technik bietet viele praktische Anwendungsmöglichkeiten – etwa als Erinnerungshilfe zur Medikamenteneinnahme oder zum Blumengießen. Das Aufladen von Handys kann kabellos erfolgen, durch NFC-Technik erhält der Akku neuen Strom. Es lassen sich auch gespeicherte Informationen auslesen. Hat ein Hersteller in die Handtasche einen Chip integriert, so kann der Kunde per Handy feststellen, ob die Markentasche zertifiziert oder eine Fälschung ist. Oder im Ärmelaufschlag eines Hemds hat der Hersteller einen NFC-Tag eingenäht– zum Beispiel eine Waschanleitung, zeigt Franz Amtmann auf, Finalist Europäischer Erfinderpreis 2015.

Für Amtmann steht die NFC-Technologie gerade einmal am Anfang. Die Applikationen von NFC sind extrem schnell wachsend. Und ein wichtiges Gebiet sei auch „smart homes“. Wie zum Beispiel für Jalousiesteuerungen oder auch Heizungsregelungen könne man natürlich auch NFC-Tags einsetzen!“ Und auch beim Auto geht NFC: Bei diesem hier lassen sich Kofferraum und Türen mit dem Handy entriegeln.

Die Erfindung des Chips hat Franz Amtmann und Philippe Maugars nun eine Nominierung für den begehrten Europäischen Erfinderpreis in der Kategorie „Industrie“ eingebracht.

(Redaktion)


 


 

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