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Innovationen im Alltag

John Elvesjö und Mårten Skogö entwickeln ein Gerät zur Aufzeichnung der Augenbewegung – Entdeckergeist und Pionierarbeit Teil 6

Das menschliche Auge soll in Zukunft so gut wie alles erfassen und steuern können. Möglich wird das mit dem „Eye-Tracking“, zu Deutsch „Blickerfassung“. Die Unternehmer John Elvesjö und Mårten Skogö haben diese Technologie entwickelt. Wenn es nach den beiden Schweden geht, wird die visuelle Beobachtung in 10 Jahren in jedem Handy, Auto, Computer, in medizinischen Geräten und in der Evaluation von Einkaufserlebnissen genutzt.

Unsere Augen bewegen sich ständig; sie fokussieren sich auf einen Punkt und erfassen Informationen, danach springen sie weiter. Im Eye-Tracking werden diese Blickbewegungen eines Menschen gemessen. Eine spezielle Software nimmt dabei in Echtzeit die Bewegungen des Auges auf und wandelt diese mit Hilfe komplexer Algorithmen in Informationen um. Dafür wird der „Tracker“ wird mit dem Laptop verbunden. Die Technologie verwendet Infrarot-Lichtquellen, die auf dem Bildschirm platziert werden. Sensoren zeichnen die Reflexionen des Lichts im Auge auf und verfolgen sie.


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Ob als Assistenz- und Sicherheitssysteme im Auto, zum Schutz gegen den unberechenbaren Sekundenschlaf oder als Datensammler im Supermarkt. Jeder Blick von uns, jedes Verweilen auf einem Produkt, jedes Schweifen der Augen – all diese Informationen sind bares Gold für die Marktforschung. Auch die Spiele-Industrie ist ein potenzieller Kunde – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und gewinnversprechend. Doch die ersten technischen Entwicklungen der beiden Forscher dienen auch einem ganz anderen, einem sehr gutem Zweck: Als Kommunikationsmittel für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen – etwa Menschen, die vom Hals abwärts gelähmt sind oder einen schweren Schlaganfall erlitten haben. Über Sprachausgabeprogramme, die über die Augenbewegung gesteuert werden, können sie mit der Außenwelt kommunizieren .

Aus einer Zufallsentdeckung beim Faser-Tracking heraus, erkannte der Ingenieur und Physiker John Elvesjö das riesige Potenzial der Blickerfassung und entwickelte zusammen mit seinem Freund Mårten Skögo die Technologie dafür. Ihr 2001 gegründetes Unternehmen Tobii Technology mit Sitz in Stockholm ist heute Weltmarktführer im Bereich der Blickerfassung und Blicksteuerung.

Für ihre Leistungen in der Eye-Tracking-Forschung sind John Elvesjö und Mårten Skögo für den Europäischen Erfinderpreis 2015 in der Kategorie „Kleine und mittlere Unternehmen“ nominiert.

(Redaktion)


 


 

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