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Innovationsmanagement

Den Nährboden für Neues bereiten

Innovative Unternehmen und Menschen verstehen es, ein Klima zu schaffen, in dem Innovationen gedeihen können. Es geht darum, Blitzableiter für Gedankenblitze aufzustellen. Ein „Handwerk“, das man lernen kann. Einen guten Einstieg in die Thematik betet das Fachbuch „Systemisches Innovationsmanagement“.

Wenn es um Innovationen geht, stehen sich in der Regel zwei Lager gegenüber. Hier diejenigen, die alles auf Kreativität und Spontaneität setzen - meist handelt es sich um Einzelkämpfer und Start-ups. Und auf der anderen Seite sind die Großunternehmen , die Innovation auf Teufel komm raus in Prozesse integrieren wollen. Gut, dass sich die auf hohem Niveau argumentierenden Autoren des Buches „Systemisches Innovationsmanagement“ weder auf die eine noch auf die andere Seite schlagen. Vielmehr zeigen sie die Bedingungen auf, unter denen Innovationen entstehen können. Und zeigen, dass Neues selten oder nie aus heiterem Himmel kommt, sondern vielmehr auf gut vorbereitetem Boden wächst. Sie plädieren für eine Verbindung beider Ansätze und zeigen, wie der Unternehmenskontext so gesteuert werden kann, dass Innovationen wahrscheinlicher werden.

Die verschiedenen Spielarten des Innovierens

 Sehr gut ist der Überblick über die verschiedenen „Spielarten des Innovierens“. Es wird schnell klar, dass in unterschiedlichen Organisationen auch unterschiedliche „Spielarten“ gepflegt werden müssen. „Start-ups“ werden anders vorgehen als Konzerne. Und große Konzerne wieder anders als mittelständische Unternehmen. Aber: Gut, wenn große Konzerne die Spielarten der Start-ups nutzen (indem sie zum Beispiel eigene Units als „Start-ups“ führen). Und das gilt auch umgekehrt.

Das Thema Innovation systemisch einbinden

Die Autoren kennen ihr Metier. Bernhard Krusche ist Organisationsberater und Mitbegründer des Berliner Consultingunternehmens „Ignore Gravity“ und Sonja Zillner ist als Lehrbeauftragte der TU Wien und als Projektleiterin für internationale Innovations- und Technologieprojekte der Siemens AG zuständig. Beide navigieren ihre Leser sicher durch die klassischen und neuesten Instrumente des Innovationsmanagements. Und sie bieten, quasi als Synthese aller Best-Practice-Modelle eine „Innovationshelix.“ Das ist nichts weniger als der Versuch, Innovationsmanagement systemisch in die Unternehmen einzubinden.

 Roter Reiter.de-Fazit: Innovationsmanager genießen in Unternehmen oft den Ruf des bunten Vogels. Viel Spielraum. Wenig „Werkraum“. Mit dem Ansatz von Zillner und Krusche haben sie Mittel an der Hand, „ihr“ Anliegen in das Unternehmensganze einzubetten.

Das Buch:
Sonja Zillner, Bernhard Krusche: „Systemisches Innovationsmanagement. Grundlagen – Strategien – Instrumente“, Schäffer-Poeschel Verlag, ISBN: 3791031988

(Wolfgang Hanfstein / www.roter-reiter.de)


 


 

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