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Insolvenzen

Mehr als 15.000 Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2013

Die Zahl der Firmenpleiten steigt nach 2009 erstmals wieder an. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres meldeten 15.430 Firmen Insolvenz an. Das waren 3,4 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zu diesem Ergebnis kommt die Wirtschaftsauskunftei Creditreform in einer aktuellen Auswertung.

Den Anstieg der Unternehmensinsolvenzen führt Creditreform auf den Rückgang der Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr und die damit verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurück. Dem Chefökonom der Wirtschaftsauskunftei zufolge rechnet Creditreform mit einer weiteren Steigerung des Trends im zweiten Halbjahr. Mehr als 30.000 Firmeninsolvenzen hält man im Jahr 2013 für möglich. Einer der Gründe hierfür sei neben der konjunkturellen Lage auch das Hochwasser.

Dienstleister und herstellendes Gewerbe am häufigsten betroffen

Überdurchschnittlich erhöhte sich laut Creditreform die Zahl der Insolvenzen im verarbeitenden Gewerbe. Mit einem Anstieg von über 10 Prozent lag die Branche deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Ausbleibende Ausfuhrgeschäfte werden als einer der Gründe hierfür angegeben. Den größten Anteil der Insolvenzanmeldungen haben Dienstleister ausgemacht. Trotz einem moderaten Anstieg von 2,6 Prozent gingen 8.750 Unternehmen in die Pleite. Auch im Handel sind  nach Aussage der Creditreform deutlich mehr Insolvenzen zu verzeichnen. Mehr als 3.000 Unternehmen mussten im ersten Halbjahr zum Insolvenzgericht. Das Baugewerbe hingegen änderte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum kaum, hierfür wird auch die Entwicklung bei Sanierung und Ausbau herangezogen.

Höhere Forderungsausfälle, weniger Arbeitsplätze betroffen

Creditreform ermittelte, dass sich die Schadenssumme durch Insolvenzen deutlich erhöht hat. Pro Insolvenzfall betrugen die Zahlungsausfälle demnach etwa 752.000 Euro. Die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze ist hingegen leicht gesunken. Etwa 148.000 Arbeitnehmer waren von den Insolvenzen ihrer Arbeitgeber betroffen.

Kleine und ältere Unternehmen häufiger pleite

Creditreform erkennt Trends in der Entwicklung der Firmeninsolvenzen. Demzufolge sind Kleinstunternehmen und Mittelstand immer häufiger betroffen, Großunternehmen dagegen immer seltener. Mit Blick auf die Entwicklung der verschiedenen Rechtsformen : Kleingewerbetreibende machen fast die Hälfte aller Insolvenzen aus, die Pleiten von Kapitalgesellschaften sanken dagegen. Angestiegen ist auch der Anteil der Insolvenzanmeldung älterer Unternehmen. Während hier ein Anstieg zu verzeichnen war, ging die Zahl bei den jüngeren Firmen gegenüber 2012 zurück.

Die Analyse ist abrufbar auf der Website von Creditreform.

(Redaktion)


 


 

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