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Intelligente Verkehrssysteme

WLAN-Teststrecke in Hamburger City nimmt Fahrt auf

An der Edmund-Siemers-Allee ist Ende November 2018 die vierte von 37 geplanten Ampeln so ausgestattet worden, dass sie Informationen per WLAN an Fahrzeuge senden kann. Sie ist Teil des Projekts, in dem in Hamburg automatisiertes und vernetztes Fahren getestet werden soll.

Hamburg baut im Rahmen seiner Strategie für intelligente Verkehrssysteme (ITS-Strategie) in den kommenden zwei Jahren eine etwa neun Kilometer lange Teststrecke in der Innenstadt auf. Wie die Wirtschaftsbehörde mitteilt, ist sie Nutzer-offen und Hersteller-unabhängig und reicht vom Dammtor-Bahnhof über die Messehallen, Landungsbrücken, Elbphilharmonie, Rödingsmarkt und zurück.

„Das automatisierte und vernetzte Fahren entwickelt sich rasant und wird den Verkehr weltweit verändern. Deshalb wollen wir als Stadt diese Entwicklung früh begleiten und im Realbetrieb mit automatisierten Fahrzeugen Erfahrungen sammeln, was uns bei der Gestaltung der künftigen Mobilität hilft und was nicht. Ziel muss dabei sein, dass der Verkehr sicherer und effizienter wird“, erklärt Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation.

Gemeinsam mit den Nutzern der Teststrecke werden nach Mitteilung der Behörde die Anforderungen an die Infrastruktur für das automatisierte und vernetzte Fahren unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Anforderungen immer weiter konkretisiert und baulich umgesetzt, um eine kontinuierliche Erhöhung des Automatisierungsgrads der Fahrzeuge auf einer Teststrecke zu ermöglichen.

Offener Zeitpunkt für autonomes Fahren

Ob und wann ein Fahrzeug auf der Hamburger Teststrecke im höchsten Automatisierungsgrad, nämlich autonom, also ohne Fahrer, fahren kann, sei derzeit noch offen, heißt es weiter. Neben der technischen Ausgestaltung seien insbesondere die internationalen als auch nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen und weiter zu konkretisieren.

Parallel zum Streckenaufbau, der vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer gesteuert und der Hamburg Verkehrsanlagen GmbH umgesetzt wird, soll noch in diesem Jahr die Vermarktung durch eine Geschäftsstelle starten. Dafür hat die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation das norddeutsche Mobilitätscluster ITS Mobility in Braunschweig beauftragt. Erste Gespräche mit potenziellen Nutzern würden bereits geführt, das sind Automobil-, Infrastrukturhersteller und -Zulieferer sowie Mobilitätsdienstleister.

Eine erhöhte Unfallgefahr durch die Teststrecke bestehe nicht, denn die Nutzer müssten „wie andere Fahrzeugführer im Straßenverkehr normal lenken und außerdem bestimmte Voraussetzungen erfüllen.“

(Redaktion)


 


 

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