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Interaktiver Handel

Bester Auftakt zum Weihnachtsgeschäft seit 5 Jahren

Die Wachstumsprognose im E-Commerce ist schon jetzt übertroffen. Der Onlinehandel in Deutschland liege nach neun Wochen des vierten Quartals bereits 12 Prozent über dem Vorjahreswert und steuere auf ein Rekordwachstum zu. Das meldet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V.

Nach den veröffentlichten Zahlen des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) erreichten bis zum Stichttag am 29. November 2019 die über Online-Kanäle erzielten Bestellungen 14,8 Milliarden Euro. Darin sei das „Black Weekend“, der Verkaufszeitraum vom „Black Friday“ bis zum nachfolgenden „Cyber Monday“, in diesem Jahr nur anteilig enthalten. 2018 lagen die Aktionstage, die an den US-amerikanischen Thanksgiving-Feiertag geknüpft sind, eine Woche früher und flossen vollständig in den Vergleichsumsatz ein.

„Nach dem bisherigen sehr guten Verlauf für den Onlinehandel, nicht nur im vierten Quartal, können wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2019 auf ein Wachstum von mindestens 11 Prozent anheben. Auf dieser Basis werden wir sicher im Jahr 2019 erstmalig die 70-Milliarden-Euro-Grenze im E-Commerce knacken“, so Martin Groß-Albenhausen, stellv. Hauptgeschäftsführer des bevh.

Der E-Commerce hatte laut bevh im Vergleichszeitraum einen Anteil von 98,4 Prozent am gesamten Interaktiven Handel. Dieser enthält zusätzlich die Bestellungen, die telefonisch oder schriftlich erfolgen.

Digitale Dienstleistungen mit einem Plus von 12,6 Prozent

Der Umsatz mit digitalen Dienstleistungen liegt nach den ersten neun Wochen des 4. Quartals bei 3,5 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer, dies entspricht einem Plus von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der gesamte Interaktive Handel, der klassische Versandhandel und E-Commerce, erzielte in den ersten neun Wochen des 4. Quartals 2019 einen Gesamtumsatz mit Waren von 15 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer und erwirtschaftete damit ein Plus von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (erste neun Wochen des 4. Quartals 2018: 13,7 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer).

Aktionstage wie Black Friday oder Cyber Monday tragen laut bevh dazu bei, dass die Weihnachtseinkaufs-Spitzen für Händler, Logistiker und Verbraucher entzerrt werden. Die E-Commerce-Branche arbeite Hand in Hand mit der Logistik zusammen und andersherum. So könnten auch künftig eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im ganzen Land sowie die Versorgungssicherheit gewährleistet werden. Bisher äußerten sich neun von zehn Kunden in der Stadt und auf dem Land sehr zufrieden mit den Lieferzeiten. Viel wichtiger als dies sei die Verlässlichkeit der Zustellung. Groß-Albenhausen: „Da im gesamten Jahr 2019 regelmäßig von leicht über den Erwartungen liegenden Umsätzen berichtet haben, können wir davon ausgehen, dass sich die Logistikdienstleister wieder sorgfältig auf die Geschäftsspitzen vorbereitet haben. Damit kann dem Weihnachtsgeschäft unserer Branche nichts mehr im Wege stehen.“

Warengruppen-Cluster „Freizeit“ (DIY, Spielwaren, Hobby/Freizeitartikel)
Hier ist ein Umsatzplus von 10,7 Prozent im Online-Handel gegenüber den ersten neun Wochen des 4. Quartals 2018 zu verzeichnen. Insgesamt wurden im Online-Handel im Bereich Spielwaren bisher im 4. Quartal 358 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer eingenommen, ein Zuwachs von 21,4 Prozent im Vergleich zu den ersten neun Wochen des 4. Quartals 2018 (295 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer). Bei Hobby- und Freizeitartikeln erhöhte sich der Umsatz im 4. Quartal auf 652 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (erste neun Wochen des 4. Quartals 2018: 589 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer).

Warengruppen-Cluster „Unterhaltung“ (Computer/Zubehör, Elektronikartikel/Telekommunikation)
In der Warengruppe Unterhaltung gibt es ein Umsatzplus von 12,9 Prozent im Online-Handel gegenüber den ersten neun Wochen des 4. Quartals 2018. Insgesamt wurden bisher im 4. Quartal im Online-Handel im Bereich „Elektronikartikel & Telekommunikation“ 2,5 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer (erste 9 Wochen des 4. Quartals 2018: 2,2 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer) und im Bereich Computer/Zubehör 1,2 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer (erste neun Wochen des 4. Quartals 2018: 1,1 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer) umgesetzt und trugen mit einem Wachstum von 15,8 Prozent bzw. 16,5 Prozent im Wesentlichen zum Umsatzanstieg bei.

Warengruppen-Cluster „Bekleidung inklusive Schuhe“
Bekleidung und Schuhe berzeichnen ein Umsatzplus von 9,1 Prozent im Online-Handel gegenüber den ersten neun Wochen des 4. Quartals 2018. Die Kategorie Bekleidung ist weiterhin ein Garant für Erfolg. Insgesamt wurden im Online-Handel bisher im 4. Quartal 2,9 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer umgesetzt (erste neun Wochen des 4. Quartals 2018: 2,7 Milliarden Euro inklusive Umsatzsteuer). Der Bereich Schuhe lag bei 4,1 Prozent Wachstum mit einem Umsatz von 834 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer (erste 9 Wochen des 4. Quartals 2018: 801 Millionen Euro inklusive Umsatzsteuer).

Der bevh führt nach eigenen Angaben zum sechsten Mal in Folge die Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“ durch. Dafür werden von Januar bis Dezember 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (etwa im Bereich Reisen oder Ticketing) befragt. Das Endergebnis der Studie soll Anfang 2020 nach Abschluss der Umfrage veröffentlicht werden.

(Redaktion)


 


 

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