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Internationaler Frauentag

Frauen-Männer-Straßennamen – nach wem Verkehrswege benannt werden

Warum in Hamburg so wenige Frauen Namensgeberinnen von Straßen sind, steht im Fokus des ersten Themenabends „Ein Gedächtnis der Stadt, Nach Frauen benannte Straßen, Plätze, Brücken“ zum Internationalen Frauentag.

Mehr als 8.500 Straßen, Plätze und Brücken gibt es in der Hansestadt. 33 Prozent davon sind nach Personen benannt – 2.503 nach Männern und nur 363 nach Frauen. Ob Albert-Einstein-Weg, Theodor-Heuss-Straße, Willy-Brandt-Straße, Heidi-Kabel-Platz, Fanny-Lewald-Ring oder Amalie-Sieveking-Weg: Wer in Hamburg lebt oder arbeitet, der kennt die Namen der täglich genutzten Straßen und Wege. Dieses „Gedächtnis der Stadt“ hält Erinnerungen an Orte, Ereignisse und Personen wach, nach denen die Verkehrswege benannt sind.

Der geringe Anteil der nach Frauen benannten Straßen sei allerdings zu gering, um solch ein kollektives Gedächtnis zu schaffen. Damit sei auch dem Gleichberechtigungsartikel im Grundgesetz nicht entsprochen. Wie das sein kann; warum Frauen im Gedächtnis der Stadt so wenig Platz eingeräumt wird und warum nach ihnen so wenige Straßen benannt sind, beleuchtet Dr. Rita Bake, stellvertretende Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. Damit sich das ändert, so Bake, bedürfe es beispielsweise „analytischer Bagger, mit deren Hilfe die Gründe für den Männerüberschuss bei der Benennung von Verkehrswegen freigelegt werden“.

Im ersten Abend einer insgesamt vierteiligen Reihe zeigt Rita Bake auf, welche festgefahrenen Wege und Denkmuster verändert werden müssten, damit es künftig mehr weibliche Namensgeberinnen für Verkehrswege gibt. Die Schauspielerin Herma Koehn und ihr Kollege, Wolfgang Hartmann, werden passend zum Thema einen „Fall“ in Szene setzen.

Der erste Themenabend aus der Veranstaltungsreihe „Ein Gedächtnis der Stadt, Nach Frauen benannte Straßen, Plätze, Brücken“ findet statt am 3. März 2016, von 18 bis ca. 20 Uhr, im Gästehaus der Universität Hamburg, Rothenbaumchaussee 34, 20148 Hamburg.

Weitere Abende der Themenreihe sind für den 14. und 21. März sowie für den 4. April 2016 vorgesehen. Weitere Informationen: www.hamburg.de/politische-bildung. Dort können auch die Publikationen eingesehen werden, die Dr. Rita Bake zum Thema verfasst hat.

(Redaktion)


 


 

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