Sie sind hier: Startseite Hamburg Aktuell News
Weitere Artikel
Media Agenturen

Internet als zentraler Wachstumstreiber der Branche

Die Media-Agenturen betrachten das Internet als zentralen Wachstumstreiber der Branche, und das gleich in mehrfacher Hinsicht: Bei den Brutto-Werbeaufwendungen für das Medium Internet im Jahr 2008 wird mit einem Zuwachs von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahr gerechnet.

Für den Produktbereich der Online-Dienstleistungen erwarten die Media-Agenturen noch in 2008 mit rund 22 Prozent die am stärksten wachsenden Werbebudgets. Und auch in ihrer Einschätzung, in welche Werbeformen die Werbetreibenden im kommenden Jahr verstärkt investieren werden, sehen 100 Prozent der Befragten das Internet weit vorne: mit der Integration von Videowerbung.

Dies ergab der aktuelle Sommermonitor der Organisation der Media-Agenturen im GWA (OMG). Bei Publikums- und Fachzeitschriften, Plakaten und dem Hörfunk rechnen die Media-Agenturen in 2008 jeweils mit einem Rückgang der Brutto-Werbeaufwendungen um mehrere Prozentpunkte, verglichen mit 2007. Noch im Februar des Jahres bewertete die Branche insbesondere die Chancen des Hörfunks deutlich positiver. Dazu der OMG Geschäftsführer Werner Bitz: „Im OMG Wintermonitor traute man dem Hörfunk noch eine dreiprozentige Steigerung der Brutto-Werbeaufwendungen für 2008 zu. Offenbar unterschätzen weiterhin viele Werbetreibende dieses zwar traditionelle, aber auch häufig für ihre individuellen Belange effektiv einsetzbare Medium.“

Trendprognose 2008/09: Steigende Schaltkosten – Sinkendes Werbebudget der Automobil- und Süßwarenindustrie

Bezogen auf den Tausenderkontaktpreis (TKP) prognostizieren die Media-Agenturen für die Jahre 2008 und 2009 bei allen Mediengattungen eine Verteuerung der Schaltkosten im Vergleich zum Vorjahr. Erwartungsgemäß führt das Internet diese Entwicklung mit 7,1 Prozent (2008) bzw. 6,0 Prozent (2009) an, gefolgt von Plakat (3,7 Prozent 2008 und 3,1 Prozent 2009) und Fernsehen (3,3 Prozent 2008 und 2009). Die geringsten Preissteigerungen erwarten die Media-Agenturen bei Fachzeitschriften (jeweils 1,1 Prozent in den Jahren 2008 und 2009).

Im Hinblick auf die Brutto-Werbeaufwendungen einzelner Branchen rechnen die Media-Agenturen mit einem spürbaren Rückgang um beinahe vier bzw. 2,6 Prozent bei den Produktbereichen Schokolade und Zuckerwaren sowie Automobil. Bemerkenswert ist daran vor allem, dass die Agenturen dem Automarkt noch zu Beginn dieses Jahres eine gegenteilige Entwicklung seiner Brutto-Werbeaufwendungen vorausgesagt hatten. „Ob dieser prognostizierende Abschwung der Automobilwerbung noch in diesem Herbst durch das Aufkommen neuer Modelle aufgefangen werden kann, ist fraglich“, so Werner Bitz.

Erschwerte Arbeitsbedingungen für Media-Agenturen – Umsatzsteigerung von 3,1 Prozent für 2008 erwartet

Die eigenen Arbeitsbedingungen – insbesondere in der konkreten Kundenbeziehung – haben sich aus Sicht der Media-Agenturen im laufenden Jahr deutlich erschwert: So geben 65 Prozent der Befragten an, die Häufigkeit von Neuplanungen und Budget-Änderungen habe zugenommen. Ähnlich verhält es sich mit der Häufigkeit von Storni. Die Qualität des Briefings hat sich nach Meinung von 24 Prozent der Probanden verschlechtert. Gleiches sagen sogar 47 Prozent der Befragten von der Zahlungsmoral ihrer Kunden. „Gründe für diese Entwicklung sind erstens die neuen TV-Vermarktungsmodelle und zweitens die aktuelle konjunkturelle Entwicklung. Die neuen Tradingmodelle für das Medium TV wurden im Spätherbst 2007 eingeführt, dann teilweise wieder modifiziert. Es dauerte bis ins Frühjahr hinein, bis sich das Handling zwischen Kunden, Agenturen und Vermarktern eingespielt hatte. In dieser Zeit kam es auf Kundenseite zu Entscheidungsverzögerungen, die sich auch auf die anderen Medien auswirkten. Aktuell gibt die gesamtwirtschaftliche Konjunktur und eine möglicherweise drohende Rezession den Werbungtreibenden Anlass, ihre Kommunikationsstrategien neu zu überdenken", erläutert Michael Bohn, CEO und Chairman ZenithOptimedia.

Gegenüber 2007 rechnen die Media-Agenturen für 2008 nunmehr mit der Steigerung des eigenen Umsatzes in Höhe von 3,1 Prozent. Diese Erwartung mussten sie von 4,2 Prozent im Wintermonitor 2008 nach unten korrigieren. Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs in diesem Jahr waren 76 Prozent der Agenturen gezwungen, ihre Personaldisposition anzupassen: Der Bereich Planung konnte davon profitieren – dort stellten 62 Prozent der befragten Agenturen neue Mitarbeiter ein, was die zunehmende Bedeutung der strategischen Beratungsleistung der Werbetreibenden bei der Media-Planung deutlich widerspiegelt.

Nahezu alle Media-Agenturen (82 Prozent) investieren durch Aus- und Weiterbildung in die Stärkung einer ihrer wichtigsten strategischen Zukunftsressourcen: Wissen. Durchschnittlich sind zudem mehr als 25 Prozent der Mitarbeiter in einer Media-Agentur Auszubildende, Trainees oder Praktikanten. Dazu Werner Bitz: „Die Ansprüche in den Bereichen Planung, Einkauf und Research sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, weil der Werbemarkt immer komplexer wird. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, unser Personal selbst auszubilden und den Nachwuchskräften alle Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben, die sie für die erfolgreiche strategische Beratung unserer Kunden benötigen.“

Quelle: Organisation der Mediaagenturen im GWA

(Redaktion)


 


 

omg-mediaagenturen.de
OMG
GWA
Brutto-Werbaufwendungen
Wintermonitor
ZenithOptimedia

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "omg-mediaagenturen.de" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: