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  • 22.05.2014, 07:50 Uhr
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Internet der Dinge

KMU sehen wachsende Verbindung zwischen realer und virtueller Welt kritisch

Kleine und mittelständische Unternehmen stehen dem „Internet der Dinge“ grundsätzlich positiv gegenüber. Dennoch gibt es starke Bedenken – vor allem in Bezug auf Kosten, Komplexität und Sicherheitsrisiken. Das zeigt eine aktuelle Studie des Online-Sicherheit-Anbieters AVG.

Das „Internet der Dinge“ eröffnet kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) neue Chancen und Möglichkeiten für ihr Geschäft. Dieser Meinung sind 82 Prozent der Befragten. Laut der Studie führt das „ Internet der Dinge“ für 46 Prozent der Verantwortlichen in KMU zu vermehrtem Aufwand durch Hackerangriffe. Kompensiert wurde dieses Ergebnis jedoch durch die 83 Prozent, die angaben, menschliche Fehler seien für sie weiterhin besorgniserregender als Smart Devices.

Für die Studie des an der New Yorker Börse notierten Security-Anbieters wurden im April dieses Jahres 2.000 Interviews mit IT-Entscheidern in Unternehmen mit 1 bis 500 Angestellten in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien durchgeführt. Die Befragten stammen aus unterschiedlichsten Industriebranchen, einzige Ausnahme bildet der Öffentliche gaben. Zur Durchführung der Studie beauftragte AVG den unabhängigen auf Technologie spezialisierten Marktanalyst Spezialisten Vanson Bourne.

Das „Internet der Dinge“ (Internet of Things) lässt die reale und die digitale Welt weiter zusammenwachsen, indem es physikalische Gegenstände mit der Online-Welt verknüpft. gemeint sind „intelligente Gegenstände“, die uns bei unseren Tätigkeiten kaum wahrnehmbar unterstützen. Dazu zählen intelligente Stromnetze (smart grid) und Haustechnik, mit der sich etwa Licht und Heizung ferngesteuert bedienen lassen, Fitness-Armbänder, die Muskel- und Fettgewebe, Kalorienverbrauch und Laufstil auswerten und der vernetzte Blumentopf, der den grünen Daumen des Besitzers überflüssig macht, indem er auf dem Smartphone anzeigt, wenn die Pflanze Wasser braucht.

„Das ‚Internet der Dinge‘ ist eines dieser von der IT-Branche eingeführten, nebulösen Begrifflichkeiten, von denen Menschen nicht einschätzen können, was es eigentlich tatsächlich bedeutet“, weiß Luke Walling, Vice President of Sales and Operations, Nord Amerika, bei AVG Technologies. „Mit dieser Studie wollten wir etwas zur Klärung der Chancen und Risiken beitragen. Zum Beispiel zeigen die Antworten aus den USA, dass dort die Überwachung durch die Behörden das größte Gegenargument gegen das Internet der Dinge ist.“

Top-3-Bedenken kleiner Unternehmen hinsichtlich vernetzter Geräte

  • Sicherheitsrisiko: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten ist der Meinung, dass ihr Unternehmen durch das Internet der Dinge für Sicherheitslücken und Hackerangriffe anfälliger wird. Fast zwei Drittel (65 Prozent) gab zudem an, dass Sicherheitssoftware speziell für das Internet der Dinge sie beruhige.
  • Komplexität: Kleine Unternehmen gehen davon aus, dass Datensicherheit (48 Prozent) und Backups (34 Prozent) komplexer werden.
  • Kosten: 44 Prozent der Befragten sehen in den Kosten einen Grund, der sie davon abhält, das Internet der Dinge zu implementieren.

„Die Studienergebnisse zeigen, dass KMU dem Internet der Dinge gegenüber sehr aufgeschlossen sind. Jedoch gibt es hinsichtlich Kosten, Komplexität und Sicherheit auch ernsthaften Vorbehalte“, so Luke Walling weiter. „Die gestiegene Nachfrage nach Backup, Security, Support und weiteren Dienstleistungen, weist gute Anhaltspunkte aus, wie sich die Geschäftsmodelle der Service Provider über die nächsten zwei bis drei Jahre entwickeln werden.“

Weitere Studienergebnisse

  • Die überwiegende Mehrheit (80 Prozent) der Befragten gab an, dass das Internet der Dinge in irgendeiner Form relevant für ihr Geschäft ist.
  • Der Hauptnutzen aus dem Internet der Dinge entsteht aus dem verbesserten Zugriff (65 Prozent) und schnelleren Zugriff (66 Prozent) auf steigende Datenmengen, zusammen mit Produktivitätszuwächsen (69 Prozent). 56 Prozent glauben, das Internet der Dinge ist der Kundenzufriedenheit zuträglich, 51 Prozent erwarten, dass es die Profitabilität steigert.
  • Die Top 5 der Geräte, die eine Sicherheitsbedrohungen darstellen: IP Phones (66 Prozent), Videoüberwachungssysteme (42 Prozent), Produktionsmaschinen (34 Prozent), Sensoren (31 Prozent) und Aktuatoren (28 Prozent).
  • Kosten (48 Prozent), Sicherheit (51 Prozent) und Angst vor Regierungskontrolle (27 Prozent) sind die Hauptgründe, die kleine Unternehmen davon abhalten, Smart Devices zu kaufen und zu implementieren.

(Redaktion)


 


 

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