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Internetkriminalität

Digitale Überwachung – jeder Vierte fürchtet Kamera-Spione

Angst vor ungewolltem Überwachen und Ausspionieren: 27 Prozent der Nutzer von Computern und Smartphones verdecken die Kameras in den Geräten gezielt ab, um sich vor Angriffen von Hackern und Internetkriminellen zu schützen. Vor allem Jüngere wollen unerwünschte Aufnahmen ausschließen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Gerade hat man sich zu einem besonderen Thema über Computer oder Mobiltelefon ausgetauscht, schon kann es unerwartete Reaktionen dazu geben, vom nicht angefragten Produktangebot bis hin zu Schadprogrammen. Versteckte Beobachter in den eigenen vier Wänden zu haben, das gleicht einer Horrorvorstellung für die meisten Menschen.

Denn für Cyberkriminelle bieten Kameras in Computern und Handys genau das: ein mögliches Einfallstor, um Personen auszuspionieren. Laut Bitkom wollen sich viele Menschen gezielt dagegen schützen. So deckt jeder vierte Nutzer (27 Prozent) von Laptops, Tablet-Computern und Smartphones die Kamera seines Geräts bewusst ab, wie der Branchenverband herausfand. Dafür wurden 1.166 Personen ab 14 Jahren befragt, die privat einen Computer oder ein Smartphone nutzen, ob sie ihre Kameras an Laptops, Tablets oder Smartphones gezielt abdecken, um sich vor Angriffen von Hackern und Internetkriminellen zu schützen.

„Wenn Hightech-Geräte mit Schadprogrammen infiziert sind, können Cyberkriminelle die integrierten Kameras zur ungewollten Überwachung einsetzen“, sagt Dr. Nabil Alsabah, Referent für IT-Sicherheit beim Bitkom. Wer ganz sicher gehen wolle und die Gerätekamera kaum nutzet, könne die Linse der Kamera auch abkleben. Der Komfort bei der Gerätenutzung werde dadurch aber eingeschränkt.

Doch die große Mehrheit der Gerätenutzer entscheidet sich laut den Umfrageergebnissen dagegen. Zwei von Drei (69 Prozent) lassen ihre Kameralinsen unbedeckt. Vor heimlichen Kameraaufnahmen fürchten sich vor allem jüngere Nutzer. Mit 38 Prozent verdeckt mehr als jeder Dritte der 14- bis 29-Jährigen die Linse seines Laptops, Tablet-Computers oder Smartphones. Mit steigendem Alter nehmen diese Bedenken immer mehr ab. Verdecken bei den 50- bis 64-Jährigen noch 23 Prozent der Gerätenutzer ihre Linsen, so sind es bei den Menschen über 65 Jahre nur noch 13 Prozent.

Software akutell halten, um Sicherheitslücken vorzubeugen

„Nutzer sollten die Software ihrer Geräte immer auf dem aktuellsten Stand halten, um möglichen Sicherheitslücken vorzubeugen“, empfiehlt Alsabah. Bei verdächtigen Aktivitäten sollte ein Gerät mit Viren-Scannern auf Schadprogramme überprüft werden. „Die letzte Option ist immer, ein infiziertes Gerät zu formatieren, was alle Daten auf den internen Speichern löscht und Schadprogramme entfernt.“

(Redaktion)


 


 

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