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Internetnutzung

Online-Shopping ist stärkste Motivation

Die Unternehmensberatung A.T. Kearney hat in einer Studie Profile und Motive „vernetzter Verbraucher“ untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass mit 93 Prozent Zustimmung, Onlineshopping als stärkste Motivation für die Internetnutzung ist.

Bei der Studie wurden weltweit 10.000 vernetzte Verbraucher befragt, das heißt Verbraucher, die mindestens einmal pro Woche mit dem Internet verbunden sind. Danach sind 40 Prozent der vernetzten Verbraucher in Deutschland nahezu den ganzen Tag lang online (weltweit 53 Prozent). Den größten Teil ihrer Onlinezeit verbringen vernetzte Verbraucher weltweit in sozialen Netzwerken. Während die meisten Einkäufe weiterhin im stationären Handel getätigt werden, bevorzugt über die Hälfte der Befragten den Onlinekanal.

Dr. Mirko Warschun, Partner bei A.T. Kearney und Leiter des Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel in EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), sagt: "Wer glaubt, mit der rasant zunehmenden Vernetzung und der Möglichkeit, Konsumenten jederzeit und überall zu erreichen, werde ein Traum für jeden Marketingverantwortlichen wahr, der irrt. Denn diese Entwicklung bringt wiederum ganz neue Herausforderungen mit sich, von denen die gestiegenen Ansprüche des rundherum informierten Kunden nur eine ist."

Zentrale Motive der Verbraucher

Ob zur Produkt- oder Dienstleistungssuche, zur Nutzung eines Navigationsdienstes oder auf der Suche nach Unterhaltung - Komfort ist ein wesentlicher Beweggrund für die Internetnutzung. Für deutsche Verbraucher spielen vor allem der Onlinezugang zu Produkten und Dienstleistungen inklusive Einkäufe (93 Prozent) sowie die Onlinenavigation (74 Prozent) eine wichtige Rolle. Ebenso ist für deutsche Verbraucher die Informationsgewinnung mit 92 Prozent Zustimmung das zweitwichtigste Motiv, um online zu gehen. Auch der Kontakt zu anderen Personen ist von Bedeutung. Dieses Motiv gilt vor allem für Verbraucher in Ländern, in denen Arbeitsstätten oft weit entfernt von zu Hause liegen und für solche, in denen familiäre Bindungen sehr stark und soziale Medien weitverbreitet sind. Das Motiv des Meinungsaustauschs mit anderen Menschen über das Internet ist besonders in Schwellenländern und anderen Regionen von Bedeutung, in denen die Möglichkeiten dazu im Offline-Alltag eher begrenzt sind, etwa in China oder Nigeria.

Soziale Netzwerke für Kaufentscheidungen deutscher Verbraucher weniger relevant

Inwieweit soziale Medien eine Kaufentscheidung beeinflussen, hängt stark vom Alter der Verbraucher ab. Vor allem bei jüngeren Verbrauchern wird die Kaufentscheidung durch Aktivitäten in den sozialen Netzwerken beeinflusst. Auch nach Ländern gibt es Unterschiede: In Deutschland stützen 37 Prozent der Befragten ihre Kaufentscheidung oftmals bis gelegentlich auf die Aktivitäten in ihren sozialen Netzwerken. Spitzenreiter ist China mit 95 Prozent der Konsumenten, Schlusslicht ist Großbritannien mit 25 Prozent. Obwohl die Mehrheit ihre Einkäufe nach wie vor im stationären Handel tätigt, bevorzugen bereits 54 Prozent der befragten vernetzten Verbraucher heute den Onlineeinkauf, vorzugsweise bei reinen Onlinehändlern. In Deutschland kaufen 64 Prozent der Befragten lieber on- als offline.

(Redaktion)


 


 

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