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Internorga

Zwei Hamburger Gastro-Gründerkonzepte ausgezeichnet

Sando & Ichi und Underdocks sind zwei der fünf Gewinner des Deutschen Gastro-Gründerpreises auf der Internorga 2018. Der Hauptpreis ging an Isla Berlin für deren ausgeklügeltes Warenkreislaufsystem.

Dem Gastronachwuchs gehen die guten Ideen nicht aus. Das zeigte sich auch auf der diesjährigen Fachmesse Internorga. Bei einem Live-Pitch, moderiert von TV-Koch Tim Mälzer, ging es für Gründer darum, ein Fachpublikum live von ihrem Konzept zu überzeugen. Bei einem Live-Voting wurden die fünf Gewinner unter den Newcomer bestimmt. Preisverleihung war am 9. März 2018 auf der Internorga in Hamburg.

Die fünf Gewinnerkonzepte beeindruckten laut Presseinformation „mit urbanen Monokonzepten rund um Streetfood aus aller Welt, alternativen Lösungsansätzen für brennende Branchenprobleme und mit technologischen Innovationen“. Im Mittelpunkt stünde die Gastronomie „als Ort des kosmopolitischen Miteinanders und der Offenheit für neue Ideen“.

Isla Berlin

Konzept: Essensreste auf dem Teller – von Gastwirtschaft zu Kreislaufwirtschaft
Peter Duran und Philipp Reichel von ‚Isla Berlin’ setzen auf Kreislaufwirtschaft: Alles wird verarbeitet, nichts weggeworfen – aus nicht genutzter aufgeschäumter Milch für Kaffeespezialitäten werden Joghurt und Ricotta hergestellt. Das ausgeklügelte Kreislaufsystem bremst einen der größten Kostentreiber in der Gastronomie aus: den Wareneinsatz. Die Jury lobt dieses unprätentiöse Unternehmenskonzept, „das vorbildhaft Genuss mit reduziertem ökologischen Fußabdruck und fairem Handel lebt“.

Sando & Ichi

Konzept: Japanisches Fusion-Food verschmilzt Lebenswelten – essen, arbeiten, kreativ sein
Authentisches japanisches Streetfood – damit erobern ‚Sando & Ichi’ in Hamburgs Lange Reihe 27 ein begeistertes Publikum. Das japanische Fast-Casual-Restaurant ist der Beginn einer größeren Vision: Mit den ‚Kojo People’ wollen die Gründer Juuga Sakai und Jamin Mahmood ein Kreativhaus mit Gastronomie, Einzelhandel, Co-Working und Do-it-Yourself-Workshops schaffen. Die Jury prämiert das innovative Konzept um den inspirierenden dritten Ort, in dem vielfältige Begegnungsmöglichkeiten ein Zuhause finden, um damit einen Ausgleich im Zeitalter der Digitalisierung zu schaffen.

Underdocks

Konzept: Fisch-Fastfood mit Anspruch – die Retter der Fischbude
Fischbude neu erfunden: Zwei junge Hamburger Jungs zogen aus, um dem Fischbrötchen am Standort Neuer Kamp 13 wieder Popularität zu verleihen. Mit Underdocks wollen Burhan Schawich und Samet Kaplan die gute alte Fischbude vor dem Aussterben retten und sie ins Zeitalter des „food porn“ (wenn Menschen ihr Essen in sozialen Netzwerken posten und lassen die Online-Welt daran teilhaben) katapultieren. Schnell und gleichzeitig stilvoll füllen maritime Köstlichkeiten von Pulled Lachs Roll, Ceviche bis hin zu Backfisch & Chips die Teller. Die Jury überzeugte das sympathisch-freche Gründerteam, das mit seinem Gründungskonzept Innovation und Tradition vereint und authentisches junges Hamburger Hafenflair versprüht.

El Feo

Konzept: Österreichisch-mexikanisches Trio überzeugt mit Wiens erster Mezcalería
Herzblut, rare Mezcales und authentisches nordmexikanisches Streetfood für Wien: Ursula Varela Leyva, Daniel Varela Leyva und Alberto Ortega Cesena teilen in der Breitenfelder Gasse 22/3 ihre tiefe Liebe zur mexikanischen Kultur, zum Streetfood und zu den Getränken des mittelamerikanischen Landes. Diese bringen sie den Wienern im ‚El Feo’ – auf Deutsch ‚der Hässliche’ – näher und begeistern bereits ein Stammpublikum. Die Jury zeichnet die Authentizität des urbanen Konzepts fern jeglicher Klischees, das Engagement und den Wagemut des Gründerteams aus, die erste Mezcalería und Taqueria in Österreich zu eröffnen.

Freigeist

Konzept: Digitale Hilfe für die Gastronomie – wenn Inklusion Mensch und Magen berührt
Soziales Engagement trifft auf technologische Innovation: Das Bistro-Konzept ‚Freigeist’, dessen Eröffnung für Juli 2018 in Überlingen am Bodensee geplant ist, bietet ein multimediales Erlebnis und fördert Inklusion. Im Nudel-Bistro von Michael Thieke und Reinhard Wein arbeiten Menschen mit kognitiven Schwächen, die sich Rezepturen und Zubereitungsschritte schwer merken können. Mithilfe einer ‚digitalen Prothese’ bereiten sie die Speisen direkt vor den Augen der Gäste zu. Der multimedial, edukative Lösungsansatz birgt für die Jury das Potenzial, ungelernten Kräften die Arbeit in der Gastronomie zu erleichtern und so dem Fachkräftemangel zu begegnen.

(Redaktion / Internorga)


 


 

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