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Online-Videos und E-Commerce

Interview mit Dr. Michael Breyer, Geschäftsführer CAVI Int. GmbH

Dr.-Ing. Michael Breyer war viele Jahre für namhafte Unternehmensberatungen tätig. Im Konzern IT-Management der Tchibo Frischröst GmbH setzte er über 250 IT-Projekte erfolgreich um. 2005 gründete er das erfolgreiche Versandhandelsunternehmen mySelect. Zuletzt führte er den Uhrenhersteller Kienzle AG durch konsequente Umstrukturierung zurück an die Spitze deutscher Mittelstandsmarken.

Herr Dr. Breyer, Sie sind einer der Geschäftsführer des neu gegründeten Start-ups CAVI Int. Beschreiben Sie bitte kurz die innovative CAVI-Technologie und was dahinter steckt?

Dr. Michael Breyer: Die neue CAVI-Technologie erlaubt es erstmalig den gesamten Online-Kaufprozess direkt an die Stelle des aktiven Erlebens zu bringen und läutet eine neue Ära ein – E-Commerce 2.0. Die Technologie ist in der Lage klassische Online-Shops in Online-Videos zu integrieren. Der Konsument schaut sich z.B. das neueste Video seiner Lieblingsband an und kann zu sämtlichen Produkten, mittels unserer Technologie Produktinformationen abfragen und dieses di-rekt kaufen. Das Attraktive daran ist, dass er die Plattform dafür nicht verlassen muss. Der gesamte Kaufprozess wird mittels eines Pop-up-Fensters direkt im Video durchlaufen. Diese innovative Technologie, entwickelt von Dominik Reisig und Michael Boesken, und meine Logistik- und Handelserfahrung machen diese Geschäftsidee schließlich marktfähig.

Wie und wo kann diese neue Technologie eingesetzt werden?

Dr. Michael Breyer: Die Einsatzgebiete sind nahezu unerschöpflich. Derzeit legen wir den Fokus aber auf das nächstliegende und zwar die wirtschaftliche Verschmelzung von „fashion and music“. Jedes Musik-Video kann mit der neuen „CAVI InVideo Shopping“-Technologie aufgesetzt werden und schafft somit eine omnipräsente Produktwelt, die auf Internetseiten mit hohen Besucherraten Massen-Impulskäufe ermöglichen. Derzeit stehen wir mit einem großen Fernsehsender in Verhandlung, der einige Musikvideos mit unserer Technologie aufsetzen und somit die Merchandising-Produkte mittels dieser Videos im eigenen Online-Shop vertreiben möchte.

Das Geschäftsmodell besteht aus verschiedenen Bausteinen? Welche sind das?

Dr. Michael Breyer: Wir sind in der Lage unser Dienstleistungspaket auf die Anforderungen und Gegebenheiten unserer Kunden, also der Künstler und Plattenfirmen abzustimmen. CAVI bietet den Unternehmen eine Möglichkeit völlig ohne Druck und auf neue Art und Weise Verbraucherwünsche zu erfüllen. Den Künstlern bietet es die Möglichkeit ihre Musik um ein vielfaches häufiger zu verbreiten: Das Plattenlabel veröffentlicht nicht nur das Musikvideos eines Künstlers, sondern präsentiert mit einem coolen Video auch passende Merchandisingprodukte. Umfang und Tiefe des CAVI Engagements können hierbei grob in drei Aufgabengebiete unterteilt werden. Zum einen umfasst es die professionelle Implementierung des CAVI InVideo Shopsystems und die Anbindung an den kundeneigenen Internetshop. Hier stellen wir durch die CAVI - Software die technische Seite sicher. Die Platzierung des Videos, die logistische Abwicklung der Bestellvorgänge sowie die Sortimentsauswahl inklusive des gesamten Warenwirtschaftsprozess werden eigenverantwortlich durch den Kunden durchgeführt.

Neben der technischen Implementierung des CAVI InVideo Shopsystems und dessen Anbindung an einen Internetshop übernimmt CAVI aber auch gerne die Schnittstellenkoordination. In den Prozess werden zwei weitere Partner einge- bunden, welche für die Logistik und die visuelle Umsetzung zuständig sind. CAVI übernimmt hierbei die komplexe und aufwändige Abstimmung sämtlicher Vorgänge zwischen den einzelnen Parteien.

Darüber hinaus ist CAVI in der Lage nicht nur die Implementierung und Anbindung des Shopsystems, sondern auch alle Aufgaben, die oben beschrieben sind, zu übernehmen. Hierzu gehört der gesamte logistische Prozess inklusive der Auftragsabwicklung. Die durch den Kunden ausgewählten Produkte, die er in seinem Online-Shop anbieten möchte, werden in das Kommissionslager von CAVI überführt und das Versandgeschäft wird von dort abgewickelt.

CAVI Int. ist somit in der Lage neben der Implementierung des Kernprodukts, des CAVI InVideo Shopsystems, alle weiteren Leistungsanforderungen abzudecken. Ganz nach den Wün-schen und Kapazitäten des Kunden.

Warum sind Sie überzeugt davon, dass CAVI erfolgreich sein wird?

Dr. Michael Breyer: Das Geschäftsmodell CAVI Int., basierend auf einer innovativen und professionellen Technologie wird das Online-Shopping für die breite Masse an Konsumenten revolutionieren. Die derzeitigen fruchtbaren Gespräche mit Vermarktungspartnern aus den Bereichen Sport, TV, Musik und Bildung entwickeln sich sehr positiv und wir freuen uns, dass unser Produkt mit den dazugehörigen Dienstleistungen so gut angenommen wird.

Sie sind in der Branche kein unbeschriebenes Blatt. Welche waren ihre bisher wichtigsten, beruflichen Stationen?

Dr. Michael Breyer: Nach meinem Studium habe ich in mehreren Unternehmensberatungen, u.a. bei Roland Berger Strategy Consultants als Berater gearbeitet. Danach habe ich bei Tchibo fast fünf Jahre als Bereichsleiter Business Development, Handel, E-Commerce und das IT-Management betreut. Elektronischer Handel hat mich schon immer fasziniert und somit war die Gründung meiner eigenen Unternehmung mySelect eine logische Konsequenz. Diese langjährige Erfahrung als leitender Angestellter und Unternehmer im Bereich elektronischer Handelsprozesse hilft mir sehr dabei CAVI Int. am Markt erfolgreich zu positionieren.

Der Firmensitz von CAVI Int. wird Hamburg sein? Warum fiel die Entscheidung zugunsten Hamburgs aus?

Dr. Michael Breyer: Hiefür gab es mehrere Gründe. Zum einen ist unser Logistik-Partner Hermes Warehouse Solutions (HWS) hier angesiedelt. Darüber hinaus sind zahlreiche große Unternehmen aus den Bereichen Mode, Musik und Medien in dieser Stadt vertreten. Hamburg ist nach wie vor eine Handels- und Dienstleistungsmetropole und somit ein guter Standort für CAVI Int. Die Investoren und auch ich kommen aus Hamburg und es bestehen hier langjährige Business- Kontakte.

Wie sieht ihr aktuelles Tagesgeschäft aus? Womit beschäftigen Sie sich hauptsächlich?

Dr. Michael Breyer: Als Geschäftsführer beschäftige ich mich natürlich hauptsächlich mit dem operativen Tages-geschäft. Bei einem so jungen und Erfolg versprechendem Unternehmen wie CAVI heißt es aus der innovativen Idee ein substantielles und tatsächlich erfolgreiches Unternehmen zu machen. Deshalb beschäftige ich mich viel mit den Bereichen Logistik- und Kooperationspartner und E-Commerce. Meine große Distanzhandelerfahrung und -kompetenz sind hierbei natürlich sehr hilfreich.

Was sind Ihre langfristigen Ziele mit CAVI Int.? Wo wollen Sie das Unternehmen hinbringen?

Dr. Michael Breyer: Wir möchten mit CAVI Int. etwas bewegen. Diese Software wurde entwickelt um Synergien zu schaffen. Partner, die durch CAVI miteinander kooperieren, profitieren voneinander. Es gewinnen alle. Wir wollen die hoch entwickelte, innovative Technologie mit einer gesunden Unternehmens- philosophie verbinden und mit Ehrgeiz und Durchhaltevermögen das Unternehmen vorantreiben.

Quelle: Ziegfeld Enterprise GmbH

(Redaktion)


 


 

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4 Kommentare

von Medienprofi
27.10.08 10:36 Uhr
Die Musikindustrie ist nicht tot!

Super, diese Technologie ermöglicht ganz neue Geschäftsmodelle! Da werden sich Music Labels, Interpreten, und Video-Portale drauf stürzen, wenn sie das mal gesehen haben. Wünsche dem Team viel Erfolg und bin sicher, wir hören noch viel von Cavi.

von Horst
16.12.08 23:46 Uhr
Wooow

Wooow, man kann dann auf getaggte Elemente im Video klicken und kommt in einen Onlineshop, wo man das Ding kaufen kann.... Gääähn. Und das soll eine "Revolution" sein? Wahrscheinlich ist CAVI in 2 Jahren weg vom Fenster.

von Rallyman
17.12.08 10:22 Uhr
Das ist doch neu!

@Horst:

Das man ein Video taggen und die tags mit externen Links oder Funktionsaufrufen belegen kann kann ist in der Tat nicht neu.

Was hier neu zu sein scheint, ist die Tatsache, dass nunmehr aus den grossen Videoportalen auf konventionelle EShops herausgelinkt werden kann.

Stell Dir mal ein Video vor (z.B. Tokyohotel), das bis zu 20 Mio Views auf youTube hatte und lege eine normale ECommerce Conversionrate zugrunde. Du wirst staunen, was da an Bestellvolumen zustande kommt.

Einfach mal rechnen und das Geschäftsmodell richtig verstehen :-)

Vielen Grüsse,
Rallyman

von Jens
21.04.09 15:03 Uhr
Adzine.de

Ich glaube, dass dieses Geschäftsmodell bereits in kurzer Zeit eine Selbstverständlichkeit sein wird und noch für viel Gesprächsstoff sorgen wird. Es sein denn der Gesetzgeber wird die fehlende Trennung von Inhalt und Werbung nicht hinnehmen. Dann müsste jedes Video eine "Anzeige" sein. Das ist aber dann uncharmant für den User...

 

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