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Kieler Woche 20. bis 28. Juni 2009

ISAF-Sailing World Cup - Die Welttournee des olympischen Segelsports macht in Kiel Station

Kieler Woche zwischen Tradition und Premieren. Es kommt zum ersten Auftritt der neuen olympischen Frauen-Bootsklasse Elliott 6m. Erstmals wird es einen "virtuellen" Kieler Woche-Sieger geben, der sich im Internet durchgesetzt hat. Und drei hochkarätige internationale Meisterschaften, WM der X-35, EM der X-41 und SAP-EM der 505er prägen die 127 Jahre junge Kieler Woche (20. bis 28. Juni), die einmal mehr mit einem imponierenden Zahlenwerk aufwartet.

3 Millionen Besucher, 10.000 Masten auf der Kieler Förde, 4.500 Regattateilnehmer, 2.000 Boote, 360 Starts, 50 Nationen, 40 Segeldisziplinen, 11 Bahnen, neun Tage: Das sind die Eckdaten der diesjährigen Kieler Woche.

Das elffache Volumen der olympischen Segelwettkämpfe macht die Kieler Woche ohnehin schon zur weltgrößten Segelveranstaltung, die vom Kuttersegeln über Surfbrett, Jolle, Kielboot bis zum Dickschiff und sogar zur Windjammerparade alle Varianten bietet. Und dennoch kann die Traditionsveranstaltung, die seit Jahren die Behindertensegler integriert, auch in diesem Jahr wieder mit neuen Highlights aufwarten. Gemeinsam mit dem Presenter BMW und den Partner HSH Nordbank sowie boot Düsseldorf präsentierten die Kieler Woche-Veranstalter ihr umfassendes Segelprogramm heute bei einer Pressekonferenz im Elb-Panorama in Hamburg.

ISAF Sailing World Cup

So macht der ISAF World Sailing Cup nach fünf Regatten in Australien, USA und Europa in Kiel Station, bevor es in Weymouth (Großbritannien/Ausrichtungsort der olympischen Segelwettkämpfe 2012) zum Finale kommt. "Der ISAF Sailing World Cup wird den Segelsport weiter in das öffentliche Interesse rücken und die Spannung, Begeisterung und Ausstrahlung des Segelsports unterstreichen", so ISAF-Präsident Göran Petersson. "Es ist eine Anerkennung vom Weltseglerverband an die sechs Veranstalter für deren bisherige Verdienste um den Segelsport national und international", so der Organisationsleiter der Kieler Woche, Jobst Richter (57).

Da die Segler/innen der olympischen Bootsklassen immer früher zu den Veranstaltungen anreisen, um das Revier zu testen, startet die Kieler Woche 2009 wieder olympisch. "Wir beginnen sogar noch einen Tag früher und bieten den Segler/innen den Freitag zum Testen als Practice Race", erklärt Richter. Die Kieler Woche beginnt für die zehn olympischen Disziplinen damit bereits am Freitag, 19. Juni, mit einem Vorbereitungsrennen. Der erste Start am Samstag erfolgt dann bereits um 11 Uhr morgens. Damit stehen den olympischen Klassen von Samstag, 20. Juni, bis Mittwoch, 24. Juni, fünf komplette Regattatage zur Verfügung. Die 13 internationalen Klassen gehen dann von Donnerstag, 25. Juni, bis Sonntag, 28. Juni, an den Start.

Frauen folgten dem Lockruf

Besonderes Augenmerk haben in diesem Jahr einmal mehr die Frauen verdient. Sie folgten dem Lockruf aus Kiel. 24 Crews aus neun Ländern werden vom 20. bis 24. Juni in der neuen olympischen Bootsklasse Elliott 6m um den Kieler Woche-Titel kämpfen. Es ist der erste Auftritt der Elliotts im Rahmen des ISAF Sailing World Cups. 2012 werden in dieser Klasse olympische Medaillen vergeben.

"Der Weltseglerverband, der Deutsche Segler-Verband, die Werft um Eigner Greg Elliott sowie unsere Freunde in Finnland und den Niederlanden machen es möglich, dass wir die Elliotts präsentieren können", freut sich Kieler Woche-Organisationsleiter Jobst Richter.

Wie sehr sich die Seglerinnen auf diesen Auftritt freuen, zeigen die schnellen Zusagen aus aller Welt. Innerhalb von vier Wochen war trotz des Meldegeldes von 2.100 Euro das 24 Crews umfassende Feld komplett.

Die deutschen Farben sind gleich dreimal vertreten. Deutschlands beste Match Race-Seglerin, Silke Hahlbrock (2008: WM-6.), hat mit dem "Match-Race Team Hamburg" bereits den ganzen Winter auf einer J22 vor Kiel trainiert. Die 25-jährige wurde mit ihrer Schwester Maren Hahlbrock (26) und Marion Rommel (24) in den C-Kader des DSV aufgenommen.

Zusammen mit der Olympia-Vierten Ulrike Schümann (36/Berlin/A-Kader), die ihre dritte Olympiakampagne gemeinsam mit der erfahrenen Match Race-Seglerin Kathrin Kadelbach (2008 Deutsche Vizemeisterin), Antje Struckat und Lydia Koppin angekündigt hat, zählt Hahlbrock zu den großen deutschen Hoffnungen im Frauen Match Race. Und so ganz nebenbei möchte das Hahlbrock-Team als amtierender Kieler Woche-Sieger den Titel verteidigen.

Als dritte Crew haben die Puls-Sisters, Svenja Puls (24/Europeseglerin und Weltmeisterin 2007) und Janika Puls (21/Laser radial), gemeldet.


 


 

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