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ZDF-Meldung

Deutsche Islamisten in türkischer Haft

Mehrere deutsche Islamisten sind jetzt in der Türkei in Haft. Nach Informationen des ZDF-"heute-Journals" wurde der 24-jährige Thomas U. mit seiner schwangeren Frau am Flughafen in Istanbul festgenommen. Der Deutsche ungarischer Abstammung hatte sich seit Herbst 2009 in einem Trainingslager der Deutschen Taliban Mujaheddin aufgehalten und soll aktiv am Kampf gegen afghanische und amerikanische Soldaten beteiligt gewesen sein. Im April 2010 tauchte U. unter dem Namen Hamza al-Magyari in einem Propagandavideo der IBU auf.

U. und seine Frau waren über den Iran in die Türkei gereist und
wollten nun mit einem Billigflug nach Kopenhagen fliegen, um
von dort aus mit einem PKW nach Deutschland zurückzukehren.
Deutsche Behörden hatten Hinweise über die bevorstehende
Rückkehr des mutmaßlichen Terroristen an die türkische Polizei
gegeben, die das Pärchen am Flughafen verhaftete. Ihnen wird
vorgeworfen, mit gefälschten Pässen gereist zu sein. Sie sitzen
derzeit in Auslieferungshaft und sollen gemeinsam mit einem
weiteren deutschen Islamisten, der kurz zuvor verhaftet worden
war, nach Deutschland überstellt werden.

Heimkehrer bereiten Behörden Sorgen

Mit Sorge registrieren deutsche Sicherheitsbehörden die steigende Zahl junger Leute, die aus Deutschland in die Terror-Trainingslager an den Hindukusch ziehen, insgesamt 40 seit Anfang 2009. Aber auch von den Heimkehrern geht eine Bedrohung aus. Die Ermittler prüfen derzeit, ob einige Jihad-Kämpfer gezielt nach Deutschland zurückgeschickt wurden, um hier Terroranschläge zu verüben. Zwar hatte sich die nach den Anschlägen am 11. September 2001 aufgekommene Schläfer-Theorie trotz geläufiger Meinung nie belegen lassen, wenngleich man bei den Sicherheitsbehörden nicht ganzlich ausschließen will, dass sich dies irgendwann einmal ändert.

Der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, sagte dem ZDF: "Wir gehen davon aus, dass die, die in Ausbildungslagern eine paramilitärische Ausbildung erhalten haben, wenn sie zurückkehren, potentielle Gefährder sind bei uns in Deutschland. Und dass sie in der Lage sind, Anschläge zu begehen, wie wir es bei der Sauerlandgruppe ja auch erlebt haben. Also wir müssen da sehr auf der Hut sein."

Nach ZDF-Informationen sind auch im August wieder mehrere Islamisten aus Berlin an den Hindukusch gereist, um dort im Jihad mitzukämpfen.

(Redaktion)


 


 

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