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IT-Sicherheit

Nur ein Drittel der kleineren Unternehmen sichert Cloud-Lösungen ab

Je kleiner ein Unternehmen ist, desto eher verzichtet es auf eine Sicherheitsstrategie bei der Nutzung von Cloud Computing. Das ist ein Ergebnis des Studienberichts „Cloud Monitors 2017“ von KPMG und Bitkom Research.

Cloud Computing gilt als eine Basistechnologie für die digitale Transformation. Während immer mehr Unternehmen die Cloud nutzen, vernachlässigen vor allem kleinere Unternehmen das Thema Sicherheit in der Cloud. Das hat eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG AG ergeben. Befragt wurden 554 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern.

Während bei Unternehmen mit 500 oder mehr Beschäftigten, die Cloud-Dienste nutzen oder dies planen, rund zwei Drittel über eine Cloud-Security-Strategie verfügen, ist es bei den kleineren nur rund ein Drittel. So haben 68 Prozent der Unternehmen mit 2.000 oder mehr Beschäftigten eine bereichsübergreifende Sicherheitsstrategie oder eine Strategie für einzelne Unternehmensbereiche. Bei den Unternehmen mit 500 bis 1.999 Beschäftigen liegt der Anteil bei 61 Prozent. Dagegen besitzen nur 35 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern eine solche Strategie, bei Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sind es sogar nur 28 Prozent.

„Cloud Computing ist eine Basis-Technologie der Digitalisierung. Richtig eingesetzt kann sie nicht nur Geschäftsprozesse effizienter machen, sondern auch die Sicherheit erhöhen“, sagt Dr. Axel Pols, Geschäftsführer der Bitkom Research. Und Marko Vogel, Director Cyber Security bei KPMG, betont: „Informationssicherheit ist für viele immer noch ein Schlüsselfaktor bei der Cloud-Nutzung, denn die Cloud ist genauso abzusichern wie die interne IT. Die Studie zeigt, dass sich viele Cloud-Nutzer mittlerweile spezieller Security Services bedienen, um ihre Cloud-Lösungen abzusichern.“

Mehr als zwei Drittel der Unternehmen nutzt Cloud-Dienste

Insgesamt boomt die Cloud-Nutzung in der Wirtschaft: Zwei von drei Unternehmen ab 20 Mitarbeitern (65 Prozent) haben in Deutschland im Jahr 2016 Cloud Computing eingesetzt. Im Vorjahr waren es erst 54 Prozent, 2014 sogar erst 44 Prozent. Cloud Computing bezeichnet aus Sicht der Anwender die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie beispielsweise Software, Speicherplatz oder Rechenleistung über Datennetze. Das Datennetz kann zum Beispiel ein unternehmens- bzw. organisationsinternes Intranet sein. Ein „Private Cloud Computing“ nutzen 44 Prozent der Unternehmen. Zum anderen kann ein Datennetz auch das öffentliche Internet sein. Das „Public Cloud Computing“ setzen 29 Prozent ein.

Weitere zentrale Ergebnisse des „Cloud-Monitor 2017“:

  • 50 Prozent der Großunternehmen über 2.000 Mitarbeiter nutzen Public-Cloud-Dienste, aber nur 29 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen.
  • 49 Prozent der Public-Cloud-Nutzer beziehen Software-Anwendungen aus der Cloud.
  • 46 Prozent der Public-Cloud-Nutzer berichten von einer Zunahme der Datensicherheit seit der Einführung von Public-Cloud-Lösungen, nur 15 Prozent von einer Abnahme.
  •  91 Prozent der Cloud-Anwender nutzen spezielle Security Services, um ihre Cloud-Lösungen abzusichern.

(Bitkom / Redaktion)


 


 

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