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  • 19.03.2020, 06:59 Uhr
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  • Berlin
IT und Telekommunikation

Coronavirus trübt die Stimmung in der Digitalbranche

Der Bitkom-ifo-Digitalindex gab im Februar 2020 um 0,8 Punkte nach – ausgewertet vor der Zuspitzung der Corona-Epidemie in Italien und später in Deutschland. Bitkom-Chef Achim Berg sieht in dieser Entwicklung ein Signal, noch entschiedener zu digitalisieren.

Die Stimmung in der Digitalbranche hat im Februar einen leichten Dämpfer bekommen. Der Bitkom-ifo-Digitalindex gab um 0,8 auf 24,9 Punkte nach. „Entscheidend dafür war, dass die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage nicht mehr ganz so positiv bewerteten wie noch im Januar”, heißt es in einer Presseinformation des Branchenverbandes Bitkom vom 6. März.

Gedämpfte Stimmung noch vor der Ausweitung zur Pandemie

Demnach büßte der entsprechende Teilindex für die aktuelle Geschäftslage recht kräftig um 5,8 auf 37,8 Punkte ein - der größte Rückgang seit September 2017. Auch die Preiserwartungen zeigten sich im Februar klar rückläufig und halbierten sich auf 8,1 Punkte. Die Erwartungen an die Beschäftigungsentwicklung gingen ebenfalls zurück, um 6,8 auf 25,5 Punkte. Dagegen entwickelten sich die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate positiv und stiegen um 3,5 Punkte auf 12,6 Punkte. Das ergab die Auswertung der monatlichen Konjunkturumfrage von ifo und Bitkom in der IT- und Telekommunikationsbranche, die vom 3. bis 21. Februar 2020 und damit noch vor der Zuspitzung der Corona-Epidemie in Italien und später auch in Deutschland durchgeführt wurde.

Bitkom-Präsident plädiert für Einsatz neuer Technologien

„Der Februar stand im Zeichen geschlossener Fabriken vor allem in China, unterbrochener Lieferketten und eingestellter Geschäftsreisen. Die global besonders stark vernetzte Digitalbranche lässt das nicht unberührt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Dennoch gilt: Alle Indikatoren sind deutlich im Plus. Und auch wenn uns die Corona-Krise trifft: Corona ist gleichermaßen Chance wie Aufforderung, Wirtschaft, Verwaltung und Gesundheitswesen noch entschiedener und schneller zu digitalisieren, etwa indem Technologien für Webkonferenzen eingeführt werden und Homeoffice zum Standard wird.“

(Redaktion)


 


 

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