Gehälter
Jede vierte deutsche Führungskraft rechnet mit langfristig steigenden Gehältern
Hamburg. Jede vierte deutsche Führungskraft blickt zuversichtlich in die Zukunft und glaubt, dass die Gehälter langfristig weiter steigen werden. Ebenso viele sind der Meinung, dass ein zunehmender Teil des Gehalts erfolgsabhängig wird.
Verunsicherung im Finanzsektor: Ein Fünftel der Banker glaubt, sich für ihr Gehalt rechtfertigen zu müssen
Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter Internetnutzern von ZEIT ONLINE und Mitgliedern des Karrieredienstes Experteer. Die 8.000 Professionals wurden befragt, wie sich ihrer Meinung nach die Gehälter von europäischen Führungs- kräften langfristig entwickeln werden. Dabei sind 13 Prozent der Meinung, dass Führungskräfte sich immer stärker öffentlich oder im Unternehmen für ihr Ein- kommen rechtfertigen müssen. Für zehn Prozent wird die Gehaltshöhe bezüglich der Gesamtzufriedenheit des Arbeitnehmers zukünftig weniger wichtig. Weitere fünf Prozent sind der Ansicht, dass bei längerer Lebensarbeitszeit die Löhne zum Ende der Karriere abnehmen.
Finanzbranche: Druck auf Führungskräfte wächst
Im Finanzsektor sind zwar 36 Prozent der Führungskräfte von weiter steigenden Gehältern überzeugt. Gleichzeitig glauben 21 Prozent, sich für ihre Gehälter zukünftig stärker rechtfertigen zu müssen. Nicht ganz unbegründet: Im Zuge der Bankenkrise sind die hohen Gehälter der Bankmanager heftig in die Kritik geraten und wurden sogar als Ursache der Krise diskutiert. Die EU-Finanzminister verabschiedeten bereits eine Empfehlung gegen überhöhte Gehälter und Abfindungen von Führungskräften. Experteer-Geschäftsführer Dr. Christian Göttsch: „Im Wettbewerb um die besten Köpfe sind zwar sehr hohe Gehälter üblich, diese sollten jedoch auch der Qualifikation und tatsächlich erbrachten Leistung der Mitarbeiter angepasst werden. Eine stärkere Haftung oder Risiko- beteiligung der Banker wäre daher konsequent.“
Quelle: Experteer GmbH
(Redaktion)
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