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Karriereförderung für Frauen

Pro Exzellenzia 4.0 mit neuen Mitteln für vier weitere Jahre ausgestattet

Der Europäische Sozialfonds (ESF) und die Stadt Hamburg fördern das Hamburger Karriere-Kompetenzzentrum für Frauen in einer neuen Runde bis 2020. Unter anderem sind 22 neue Promotions- und Post-Doc-Stipendien geplant.

Das Hamburger Karriere-Kompetenzzentrum für Frauen, Pro Exzellenzia, das nun Pro Exzellenzia 4.0 heißt, erhält weitere vier Jahre finanzielle Unterstützung durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und die Stadt Hamburg. Ziel der Initiative ist es, hoch qualifizierte Frauen aus den Bereichen MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), Kunst, Musik, Architektur, Geisteswissenschaften sowie Migrantinnen rechtzeitig darin zu bestärken, Karrierewege in Führungspositionen strategisch zu planen und Strategien für eine erfolgreiche Vereinbarkeit von Karriere und Familie zu entwickeln.

Mithilfe der neuen Gelder soll auch das Angebot ausgebaut werden und zusätzlich die Beratung für Geisteswissenschaftlerinnen und hochqualifizierte Migrantinnen umfassen. Die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) und der ESF finanzieren Pro Exzellenzia 4.0 mit 1.045.000 Euro bzw. 644.000 Euro. Insgesamt stehen somit 1.689.000 Euro von 2017 bis 2020 zur Verfügung. Im Rahmen der neuen ESF-Förderrunde sind unter anderem rund 22 neue Promotions- und Post-Doc-Stipendien für Frauen an den Hamburger Hochschulen geplant.

„Deutschlandweit einzigartiges Programm“

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung erklärt: „Das umfassende Beratungsangebot macht Pro Exzellenzia 4.0 zu einem deutschlandweit einzigartigen Programm für mehr Frauen in Führung, um das Hamburg von vielen anderen Bundesländern beneidet wird. Mit Hilfe von Stipendien, Workshops, Coaching und Bewerbungsberatung werden Frauen schon frühzeitig auf Führungspositionen vorbereitet. Zusätzlich entstehen Netzwerke, die für die berufliche Zukunft der Frauen von Vorteil sein können. Pro Exzellenzia hat sich im Laufe der Zeit zu einem wichtigen gleichstellungspolitischen Instrument in Hamburg entwickelt. Daher freue ich mich ganz besonders, dass die erfolgreiche Arbeit mit zusätzlichen Mitteln fortgesetzt werden kann.“

Pro Exzellenzia 4.0 bietet zahlreiche Maßnahmen zur Qualifizierung von Frauen für Führungspositionen. Dazu zählen Stipendien für Promovierende und Post-Docs, Coachings, Workshops zu Karriere- und Führungskompetenzen sowie Vortragsveranstaltungen. Zusätzlich engagiert sich Pro Exzellenzia in (sozialen) Netzwerken und fördert Kooperationsmaßnahmen, wovon sowohl die Wissenschaftlerinnen als auch die Hochschulen profitieren.

Schon mehr als 900 Frauen direkt auf den Weg gebracht

2010 gestartet, hat Pro Exzellenzia bis heute mehr als 900 Frauen durch die Programmlinien und weitere Aktivitäten direkt erreicht. Eine Vielzahl von Frauen profitiert außerdem von grundlegenden Informationen zum Thema Frauen in Führung, die für alle via Website, Newsletter und soziale Medien zugänglich sind.

Die Macherinnen von Pro Exzellenzia – Anne-Kathrin Guder und Doris Cornils – haben für den innovativen Ansatz des Programms sowie für ihr Engagement bei der Umsetzung der Chancengleichheit den „Chefsache Award 2016“ auf dem Zeit-Wirtschaftsforum im November 2016 erhalten.

Hintergrund zum Europäischen Sozialfonds (ESF)

Mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) werden in Hamburg Projekte verschiedener Träger gefördert, die den Menschen in der Metropole bessere Perspektiven in der Berufswelt eröffnen. Im aktuellen Förderzeitraum von 2014 bis 2020 erhält Hamburg rund 78 Millionen Euro aus dem ESF. Diese Summe stockt die Freie und Hansestadt Hamburg um den gleichen Betrag auf insgesamt mehr als 150 Millionen Euro auf. Um eine Angleichung der Lebensverhältnisse in der gesamten Europäischen Union zu erreichen, werden alle 28 Mitgliedsstaaten mit ESF-Mitteln gefördert, die in Absprache mit der Europäischen Kommission nach nationalen Erfordernissen eingesetzt werden können.

(Redaktion)


 


 

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