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Kaspersky Jahresstatistik 2013

Täglich 315.000 neue Schädlinge

Der IT-Sicherheitsdienstleister Kaspersky hat seine Jahresstatistik veröffentlicht. Das Unternehmen entdeckt täglich 315.000 neue Schadprogramme. Die mobilen Schädlinge haben im Vergleich zum Vorjahr um 125 Prozent zugelegt. Viele Attacken erfolgen auch über deutsche Hosts.

Täglich 315.000 neue Schadprogramme - das entspricht einer Steigerung von über 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem stieg im Vergleich zum Vorjahr das Aufkommen mobiler Schädlinge um 125 Prozent an. Die Kaspersky-Analyse basiert auf Daten des Kaspersky Security Network (KSN), bei dem Informationen über Cyberattacken auf Kaspersky-Kunden erhoben werden. Betrachtet man diejenigen Länder, bei denen dieses Jahr das Infektionsrisiko über das Internet für die Nutzer am größten war, kommt Deutschland im Vergleich zum Vorjahr unter die Top-20. Die Bundesrepublik belegt in dieser Kategorie weltweit den 13. Platz knapp hinter Österreich, das im Jahr 2013 auf Rang 12 das am meisten gefährdete Land in Westeuropa war. Beide Länder gehören zur Gruppe mit erhöhtem Infektionsrisiko. So haben die Antivirus-Produkte von Kaspersky Lab im Jahr 2013 bei 41,95 Prozent aller deutschen Kaspersky-Anwender (plus 9,3 Prozentpunkte) mindestens einmal beim Surfen Alarm geschlagen.

Mobile Malware verbreitet sich rasant

"Die Entwicklung mobiler Malware - vor allem für Android - schreitet rasant voran. Derzeit werden mobile Schädlinge hauptsächlich für den Zugang zu mobilen Geräten eingesetzt. In Zukunft scheint ein erster Massen-Wurm für Android-Nutzer möglich", sagt Christian Funk von Kaspersky. "Denn Android bietet Cyberkriminellen zahlreiche Möglichkeiten - das Betriebssystem ist weit verbreitet und sowohl für App-Entwickler als auch für Virenschreiber leicht zu nutzen." Der Schädling Obad war im mobilen Bereich die bemerkenswerteste Malware-Entdeckung des Jahres 2013. Der Trojaner wird über verschiedene Methoden verbreitet, inklusive über bereits etablierte mobile Botnetze. Obad ist möglicherweise das derzeit vielseitigste mobile Schadprogramm, das unter anderem drei Exploits nutzt, eine Backdoor, einen SMS-Trojaner sowie Botnetzfunktionalitäten integriert. Botnetze sind im Jahr 2013 mobil geworden. Den Einschätzungen von Kaspersky Lab nach handelt es sich bei etwa 60 Prozent der mobilen Schadprogramme um Bestandteile großer oder kleiner mobiler Botnetze.

Der komplette Report "Kaspersky Security Bulletin 2013/2014" gibt es hier.

Top-Gefahr 2013: Drive-by-Downloads

Sieben der Top-20 Internetschädlinge des Jahres waren Bedrohungen, die bei Drive-by-Download-Angriffen eingesetzt wurden. Drive-by-Downloads sind derzeit die größte Gefahr beim Surfen im Internet. Dabei infizieren sich Nutzer allein durch das Besuchen einer Webseite. Die Top-Malware-Arten in den Kaspersky-Rankings sind Scripts, die von Webseiten auf Exploit-Codes weiterleiten. 90,52 Prozent der von Kaspersky Lab im Jahr 2013 entdeckten Versuche zur Ausnutzung von Programm-Schwachstellen entfielen auf Oracle Java. Diese Schwachstellen werden hauptsächlich bei Drive-by-Downloads ausgenutzt. Neue Java Exploits werden in Exploit-Packs integriert.

Viele Attacken aus Deutschland

Wenn es um Ressourcen geht, über die Internetattacken erfolgen, landet Deutschland auf Platz vier -12,51 Prozent der Attacken weltweit gingen von Deutschland aus, hinter den USA (25,54 Prozent), Russland (19,44 Prozent) und den Niederlanden (12,80 Prozent). Die Cyberkriminellen verwendeten dieses Jahr zur Durchführung ihrer 1.700.870.654 Internetattacken insgesamt 10.604.273 individuelle Hosts, das sind 60,5 Prozent mehr als im Jahr 2012. as Jahr 2013 in Zahlen:

Kaspersky Lab ist der weltweit größte privat geführte Anbieter von Endpoint-Sicherheitslösungen und bietet digitale Sicherheitslösungen für Großunternehmen, KMU und Heimanwender an. Kaspersky Lab ist derzeit in rund 200 Ländern auf der ganzen Welt vertreten und hat mehr als 300 Millionen Nutzer.

(pressetext.com)


 


 

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