Sie sind hier: Startseite Hamburg Leben KFZ & Co.
Weitere Artikel
Kfz-Versicherung

Sonderkündigungsrecht gilt bis zum Jahresende

Autofahrer können auch in diesem Jahr bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung Geld sparen und sich gleichzeitig mehr Leistung sichern. Wer jetzt noch wechseln will, muss sich sputen. Im Fall einer Prämienerhöhung ohne Schadenfall im kommenden Jahr, ist ein Wechsel der Autoversicherung sogar im Dezember noch möglich.

Viel Autofahrer müssen ab 2014 tiefer in die Tasche greifen, um ihre Kfz-Versicherung zu bezahlen. Ein Blick auf die Konditionen anderer Anbieter und ein rechtzeitiger Versicherungswechsel können sich lohnen. Möglich ist der Wechsel der Police in der Regel zum Ende des Kalenderjahres, da Versicherungsverträge überlicherweise vom 1. Januar bis zum 31. Dezember laufen. In diesen Fällen muss die Kündigung spätestens bis Ende November bei der Versicherungsgesellschaft eingehen. Der Automobilclub ADAC weist daraufhin, dass der Stichtag bei den meisten Verträgen in diesem Jahr jedoch – weil der 30. November auf einen Sonnabend fällt – Montag, der 2. Dezember 2013 ist. Spätestens an diesem Tag müsse das Kündigungsschreiben bei der Versicherungsgesellschaft eingehen. Auch hier gibt es eine Ausnahme: Autofahrern steht eine außerordentliche Kündigung auch nach diesem Stichtag zu, wenn sich die Prämie für 2014 erhöht, ohne dass ein Schadenfall hierfür die Ursache ist.

Dabei ist es wichtig, die Kündigungsfristen zu beachten. Wer eine Erhöhungsmitteilung erhält, habe als Versicherter einen zusätzlichen Monat Zeit, um sich einen billigeren oder leistungsstärkeren Anbieter zu suchen. Laut dem Automobilclub sind die Beitragssteigerungen in den Mitteilungen oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen, weil die Erhöhungen von einer besseren Einstufung in der Schadenfreiheitsrabattstaffel (zur Rabatt Definition) verdeckt werden. Ein Sonderkündigungsrecht bestehe auch, wenn die Versicherung „nur“ durch eine Änderung der Typ- und Regionalklassen teurer geworden ist – deshalb sollten Autofahrer genau hinschauen, rät der ADAC.

Wichtig sei, dass der Kunde in der schriftlichen Kündigung klar Bezug nimmt auf die Beitragserhöhung. Jederzeit kündigen könnten Autofahrer ihre Kfz-Versicherung dagegen nach einem Schadenfall. Die Kündigung sollte der Versicherungsnehmer generell per Einschreiben/Rückschein abschicken. Kauft er ein neues Auto, könne er dieses ebenfalls bei einem anderen Anbieter versichern.

Beim Wechsel des Versicherers sollten Verbraucher nicht nur auf einen günstigen Beitrag achten, sondern auch die Versicherungsleistungen vergleichen. Sonderrabatte der alten Versicherung müsse der neue Versicherer nicht berücksichtigen. Möglicherweise habe auch der aktuelle Versicherer inzwischen einen neuen Tarif, der günstiger ist als der bestehende.

Versicherungswechsel – der ADAC gibt Tipps, was zu beachten ist

  • Den alten Vertrag erst dann kündigen, wenn der neue abgeschlossen ist. Denn bei der Teil- und Vollkasko dürfen Versicherer Verträge auch ablehnen. Deshalb sollten Autofahrer vor einem Wechsel prüfen, ob der neue Versicherer den Vertrag in demselben Umfang akzeptiert, wie der augenblickliche Anbieter.
  • Das Kündigungsschreiben sollte generell rechtzeitig per Einschreiben mit Rückschein abgeschickt werden.
  • Grundsätzlich gilt: Stets mehrere Angebote einholen und die Versicherungsleistungen genau vergleichen, denn billig ist nicht immer gut.
  • Auch bei langjährig bestehenden Verträgen lohnt sich ein Vergleich, denn die meisten Versicherer haben die bisherige Schadenfreiheitsstaffel von 25 auf 35 Jahre erweitert – aber nur für neue Verträge.
  • Wichtig: Sonder-Rabatte und -Einstufungen gehen in der Regel nicht mit auf den neuen Versicherer über. Also vorher prüfen, ob solche vorliegen.
  • Nicht immer lohnt sich der Wechsel von der Voll- in die Teilkasko. Denn die Prämienhöhe der Vollkasko ist abhängig vom Schadenfreiheitsrabatt. In der Teilkasko gibt es diesen Rabatt meist nicht.
  • Die Selbstbeteiligung kann bei der Voll- und der Teilkasko unterschiedlich hoch sein. Auch der Verzicht auf eine Selbstbeteiligung ist möglich. Oft sind die Prämienunterschiede zwischen den einzelnen Stufen aber so gering, dass sich eine höhere Selbstbeteiligung kaum lohnt.

(Redaktion)


 


 

Kfz-Versicherer
Anbieter-Wechsel
Versicherungsgesellschaft
Sonderkündigungsrecht Kfz-Versicherung
Selbstbeteiligung
Autoversicherung
Schadenfreiheitsrabatt
Schadenfall
Teilkasko

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Kfz-Versicherer" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: