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Klinikwesen

Erstes zertifiziertes „Überregionales Herzschwächezentrum“ in Hamburg

Das Albertinen-Krankenhaus hat mit der Zertifizierung seines Herz- und Gefäßzentrums als „Überregionales Herzschwächezentrum“ den hohen Stand der Behandlung herzinsuffizienter Patienten nachgewiesen und seine Vorreiterrolle in der überregionalen Patientenversorgung unterstrichen.

Das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum am Standort Albertinen-Krankenhaus wurde Mitte April 2018 als hamburgweit erstes „Überregionales HFU-Zentrum“ („Heart Failure Unit“-Zentrum) zertifiziert. Von den Prüfern sei laut Mitteilung des Krankenhauses der „erfreulich aktuelle Stand der Herzinsuffizienz-Behandlung“ im Albertinen-Krankenhaus herausgestellt und eine uneingeschränkte Empfehlung zur Zertifizierung ausgesprochen worden. „Somit ist mit dem „Überregionalen HFU-Zentrum“ unter der Leitung von Prof. Dr. med. Herbert Nägele und der stellvertretenden Leitung von Dr. med. Daniel Stierle ein weiterer Entwicklungsschritt für eine optimale Versorgung herzinsuffizienter Patienten auf höchstem Niveau erreicht“, heißt es weiter.

Herzinsuffienz häufigster Aufnahmegrund

In Deutschland ist „Herzinsuffizienz“ die häufigste zur Krankenhausaufnahme führende Gesundheitsstörung, die überwiegend im höheren und hohen Lebensalter auftritt. Aufgrund der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung, speziell die Altersstruktur betreffend, werde diese Erkrankung in den Industrienationen an Häufigkeit noch weiter zunehmen, so die Einschätzung der Mediziner.

Die Behandlung herzinsuffizienter Patienten wurde in den vergangenen Jahren immer komplexer, angefangen bei der medikamentösen Therapie bis hin zu speziellen Behandlungsoptionen mit Herzunterstützungssystemen. Die größte Herausforderung sei es jedoch laut Mitteilung, den Patienten mit einer chronischen Herzerkrankung eine optimale Behandlung und Betreuung zukommen zu lassen, die weit über die reine stationäre Behandlung im Krankenhaus hinausgehe. „Hierfür ist eine enge Kooperation und Verzahnung von ärztlichen und nichtärztlichen Leistungserbringern im stationären und ambulanten Bereich sowie die Einbeziehung der Angehörigen und sozialen Netzwerke der Patienten notwendig.“

Interdisziplinäre Versorgung erforderlich

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, haben sich die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) und die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) die Förderung des Aufbaus qualitätsgesicherter integrierter Versorgungsstrukturen für herzinsuffiziente Patienten zur Aufgabe gemacht. Um die Anforderungen zu erfüllen, muss die interdisziplinäre Versorgung durch Kardiologen, Herzchirurgen und andere für die Versorgung der akuten und fortgeschrittenen Herzinsuffizienz notwendigen Fachdisziplinen auf höchstem Niveau gewährleistet sein. Dieses wurde jetzt dem Albertinen Herz- und Gefäßzentrum attestiert.

Das Albertinen Herz- und Gefäßzentrum zählt nach eigenen Angaben norddeutschlandweit zu den führenden Einrichtungen seiner Art. Es bietet an zwei Standorten Albertinen-Krankenhaus (Hamburg-Schnelsen) und Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus (Hamburg-Volksdorf) ein breites Leistungsspektrum und hat seit seiner Gründung im Jahr 1991 rund 150.000 Patienten versorgt.

(Redaktion)


 


 

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