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Konjunktur im Norden

Solider Jahresauftakt in den Branchen Handel und Dienstleistung

Bei einem schwächeren Jahresauftakt erreichten die norddeutschen Händler und Dienstleister im 1. Quartal noch ein Umsatzplus von nominal 2,80 Prozent (real: 0,90 Prozent) nach nominal 3,30 Prozent (real: 1,20 Prozent) im Vorquartal. Die Suche nach Fachkräften bleibt die große Herausforderung. Das meldet der AGA Unternehmensverband.

Der AGA-Indikator fiel gegenüber dem 4. Quartal 2018 von 136,7 auf 123,5 Punkte, befindet sich aber weiterhin stark über der 100-Punkte-Marke. Händler und Dienstleister in Norddeutschland blicken vorsichtiger in die Zukunft: Bis zum 30. September 2019 erwarten nur noch 41 Prozent der Unternehmen steigende Umsätze und 19 Prozent der Betriebe höhere Gewinne.

„Die norddeutsche Kaufmannschaft plant vorsichtig und wirtschaftet stabil“, sagte AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse anlässlich der Vorstellung der aktuellen Konjunkturumfrage Mitte April. „Internationale Handelskonflikte und Unsicherheitsfaktoren wie der Brexit bleiben Herausforderungen, die auch durch Vertagung ihre Brisanz nicht verlieren“, fügte Dr. Kruse hinzu.

AGA-Hauptgeschäftsführer Volker Tschirch ergänzte zur Situation auf dem Fachkräftemarkt: „Unsere Unternehmen sind als Arbeitgeber sehr gut aufgestellt und bieten eine große Bandbreite an Jobs. Aktuell suchen 73 Prozent unserer Unternehmen Fachkräfte.“ Dies sei ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum vergangenen Jahr, als es nur 42 Prozent waren. „Die faktische Vollbeschäftigung und ein nahezu leergefegter Arbeitsmarkt machen den norddeutschen Unternehmen zu schaffen. Im Durchschnitt benötigen sie fast 13 Wochen für die Besetzung einer vakanten Stelle“, so Tschirch. Auch hier habe es einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr gegeben, als es nur 10,4 Wochen waren. Im Schnitt seien in den suchenden Unternehmen 4,5 Stellen zu besetzen.

Die norddeutschen Bundesländer: Im 1. Quartal 2019 stieg in Hamburg der Umsatz um nominal 3,37 Prozent (real: 1,70 Prozent), in Niedersachsen um nominal 4,82 Prozent (real: 2,04 Prozent), in Bremen um nominal 1,60 Prozent (real: 0,04 Prozent), in Mecklenburg-Vorpommern um nominal 7,63 Prozent (real: 4,18 Prozent) und in Schleswig-Holstein um 2,73 Prozent (real: minus 0,42 Prozent).

(Redaktion)


 


 

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