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Konjunktur

Lage der norddeutschen Händler und Dienstleister verschlechtert sich – Investitionen weiter auf hohem Niveau

Sinkende Umsätze sorgen für eine wirtschaftliche Verschlechterung im Groß- und Außenhandel sowie den Dienstleistungen im Norden. Trotz der negativen Vorzeichen wollen die Unternehmen im laufenden Jahr weiter in die Zukunft investieren. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage des AGA Unternehmensverbands.

Die Unternehmen erreichten im 2. Quartal 2019 nur noch ein nominales Umsatzplus von 0,9 Prozent, real sank der Umsatz aber um minus 0,7 Prozent. Im Quartal zuvor lag das Umsatzplus noch bei 2,8 Prozent (real: 0,9 Prozent). Der AGA-Indikator fiel gegenüber dem 1. Quartal 2019 von 123,5 auf 114,9 Punkte. Auch die Zuversicht der Händler und Dienstleister in Norddeutschland nimmt ab: So erwarten nur 34 Prozent der Unternehmen bis zum Jahresende einen höheren Umsatz (Vorquartal: 41 Prozent). Einen höheren Gewinn prognostizieren 19 Prozent der Betriebe (Vorquartal: 19 Prozent).

„Die befürchtete Abkühlung der Konjunktur im Groß- und Außenhandel sowie den Dienstleistungen geht weiter. Das zeigen auch unsere Zahlen. Aber es bleibt dabei: Von einer Rezession kann nicht die Rede sein“, sagte AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse bei der Vorstellung der aktuellen Konjunkturumfrage am 25. Juli 2019. Besonders gelitten habe im 2. Quartal 2019 der Großhandel, dessen Indikator sich von 120,1 auf 110,8 Punkte verschlechterte, während der Export sich nach zuletzt schlechten Ergebnissen wieder etwas erholen konnte.

Zur aktuellen politischen Lage in Europa sagte Dr. Kruse: „Trotz weiterhin großer Unsicherheit, ob Brexit oder Handelskrieg USA-China und ihren vielfältigen Folgen, bewahren unsere Unternehmen Ruhe und Einsatzfreude nach dem Motto: Investieren ist besser als jammern.“

Die AGA-Umfrage ergab darüber hinaus, dass die Unternehmen trotz negativer Vorzeichen ihre Investitionen im laufenden Jahr auf hohem Niveau halten wollen. So soll die Investitionsquote (vom Gesamtumsatz) bei 3,8 Prozent liegen und damit 0,1 Prozent besser als im vergangenen Jahr. Am meisten wird im Groß- und Außenhandel und bei Dienstleistern in den Fuhrpark investiert (90 Prozent der Betriebe wollen das), gefolgt von EDV & Telekommunikation (62 Prozent) und in die Geschäftsausstattung (62 Prozent). „Das Ergebnis der Umfrage stimmt mich zuversichtlich. Die Unternehmen nehmen weiter Geld in die Hand, um sich auf die Zukunft vorzubereiten“, betonte Dr. Kruse.

Die norddeutschen Bundesländer: Im 2. Quartal 2019 sank in Hamburg der Umsatz um nominal minus 0,7 Prozent (real: minus 2,1 Prozent), in Niedersachsen stieg er um nominal 1,9 Prozent (real: 0,1 Prozent), in Bremen sank er um nominal minus 2,4 Prozent (real: minus 5,3 Prozent), in Mecklenburg-Vorpommern um nominal minus 1,7 Prozent (real: minus 3,6 Prozent) und in Schleswig-Holstein stieg er nominal um 0,7 Prozent (real: minus 0,9 Prozent).

(Redaktion)


 


 

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