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Konjunkturumfrage

Groß- und Außenhandel: stabil und optimistisch ins neue Jahr

Der norddeutsche Groß- und Außenhandel befindet sich weiterhin in starker Verfassung. Im 3. Quartal 2017 stieg der Umsatz erneut um nominal 3,2 Prozent (real: 1,2 Prozent) nach 3 Prozent (real: 1,2 Prozent) im Quartal zuvor. Das meldet der AGA Unternehmensverband.

Demnach verzeichnet der Handel seit mehr als zwei Jahren in jedem Quartal ein Umsatzplus. Zwar sei der AGA-Indikator von 130 auf 127 Punkte gefallen, behauptete sich aber auf einem sehr hohen Niveau. Auch die Aussichten seien positiv: Bis zum 31. März 2018 erwarten 50 Prozent der Unternehmen steigende Umsätze und 23 Prozent der Betriebe höhere Gewinne.

Groß- und Außenhandel als Jobmotor

Darüber hinaus befragte der Branchenverband die norddeutschen Unternehmer zu ihrer Personalplanung. Das Ergebnis: Der Groß- und Außenhandel wird seinem Ruf als Jobmotor gerecht, denn im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich 2017 die Zahl der Mitarbeiter um 1,7 Prozent und für 2018 wollen 31 Prozent der Betriebe ihr Personal vergrößern, nur 6 Prozent wollen Jobs abbauen. Insgesamt wird die Zahl der Mitarbeiter in Norddeutschland 2018 um 1,3 Prozent steigern. Doch die norddeutschen Unternehmen plagen Nachwuchssorgen: So konnten rund 19 Prozent der Betriebe ihre Ausbildungsstellen nicht passgenau besetzen und noch im Oktober 2017 gab es viele freie Ausbildungsstellen, nämlich bei 21 Prozent der Betriebe.

„Unsere Händler stehen vor neuen Herausforderungen: Die Geschäfte laufen gut, die Firmen wollen und müssen weiter einstellen, finden aber oftmals nicht den benötigten Nachwuchs. Unsere Mitglieder gehen deshalb verstärkt neue Wege im Personalmarketing, um Fachkräfte und Nachwuchs nicht nur zu gewinnen, sondern auch zu motivieren und zu halten“, sagte Dr. Hans Fabian Kruse, Präsident des AGA Unternehmensverbandes, bei der Vorstellung der aktuellen Konjunkturumfrage am 16. November 2017. „Auch die neue Bundesregierung ist mehr denn je gefordert: Wir benötigen ein Zuwanderungsgesetz, das qualifizierte Einwanderung ermöglicht. Hier erwarten wir Lösungen von der voraussichtlichen Jamaika-Koalition. Länder wie Kanada zeigen, wie es geht“, fügte Dr. Kruse hinzu.

Umsatzplus in allen norddeutschen Bundesländern

Auch im 3. Quartal 2017 konnten alle norddeutschen Bundesländer Umsatzzuwächse verzeichnen. Das höchste Umsatzplus erreichte dabei Bremen mit 6,6 Prozent (real: 4,2 Prozent), gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 5,9 Prozent (real 2,4 Prozent) und Niedersachsen mit 5,3 Prozent (real: 3,8 Prozent). Schleswig-Holstein mit 3,5 Prozent (real: 1,8 Prozent) steht ebenfalls gut da und das Schlusslicht in 3. Quartal 2017 ist Hamburg mit 2,8 Prozent (real 0 Prozent).

(Redaktion)


 


 

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