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Konjunkturumfrage im Norden

Groß- und Außenhändler schauen verhalten in die Zukunft – Dienstleister sind optimistisch

Die norddeutschen Groß- und Außenhändler blicken vorsichtig in die nähere Zukunft. Die Dienstleister im Norden sind perspektivisch gut gestimmt, wie aus der Konjunkturumfrage des AGA Unternehmensverbands hervorgeht.

Nur rund ein Drittel der befragten Groß- und Außenhändler erwartet bis Ende März 2019 mehr Umsatz. Das sind ähnlich viele, wie im Vorquartal. 6 Prozent gehen von sinkenden Umsätzen aus. Auch die Gewinnerwartung ist eher zurückhaltend: Nur 21 Prozent erwarten mehr Gewinn. Das sind gleich viele wie im zweiten Quartal.

Das dritte Quartal verlief für die Händler zufriedenstellend: Das Umsatzplus betrug nominal 3 Prozent (real: 0,7 Prozent) nach nominal 2,8 Prozent (real: 0,4 Prozent) im Vorquartal. Der AGA-Indikator stieg von 124,3 auf 130,1 Punkte.

„Noch sind die Zahlen im norddeutschen Groß- und Außenhandel gut, doch die grauen Wolken am Horizont kommen näher. Wir beobachten, wie der weltweit zunehmende Protektionismus und die Konsequenzen des anstehenden Brexits die Händler verunsichern. Das wird die Geschäfte der Unternehmen massiv beeinflussen“, sagte AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse bei der Vorstellung der aktuellen Konjunkturumfrage im Dezember. „Deswegen muss die Politik jetzt Wettbewerbsnachteile, wie zum Beispiel im internationalen Steuerwettbewerb, ausgleichen und weitere Investitionsbremsen lösen.“

Sehr positiv beurteilen die Dienstleister in Norddeutschland ihre aktuelle Situation, und auch die Perspektiven für die kommenden sechs Monate sind gut. 43 Prozent der Unternehmen gehen bis März 2019 von steigenden Umsätzen aus, nur 4 Prozent von sinkenden. Der Dienstleistungsindikator liegt bei sehr guten 142 Punkten.

Viele Betriebe mit freien Ausbildungsstellen

Die Umfrage ergab ebenfalls, dass 69 Prozent aller befragten Unternehmen aus Handel und Dienstleistung ausbilden und 20 Prozent aller Betriebe noch freie Ausbildungsstellen haben. Bei 16 Prozent der Betriebe ist die Zahl der Ausbildungsstellen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. „Die norddeutschen Betriebe wissen, dass eigene Ausbildung die beste Versicherung gegen Fachkräftemangel ist. Händler und Dienstleister bieten von Jahr zu Jahr mehr jungen Menschen Chancen für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Doch die Herausforderungen werden höher: So konnte in diesem Jahr jedes dritte Unternehmen seine Ausbildungsstellen nicht passgenau oder gar nicht besetzen“, sagte AGA-Hauptgeschäftsführer Volker Tschirch.

(Redaktion)


 


 

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