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Konjunkturumfrage

Norddeutscher Groß- und Außenhandel bleibt positiv gestimmt

Die Erwartungen im norddeutschen Groß- und Außenhandel bleiben für die kommenden sechs Monate optimistisch. Nachdem die Umsätze im 2. Quartal unverändert geblieben waren, stiegen sie im 3. Quartal leicht um 0,4 Prozent an. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des AGA Unternehmensverbandes unter seinen 3.500 Mitgliedsunternehmen in den fünf Küstenländern.

Wie der Unternehmensverband weiter mitteilte, sank der AGA-Indikator, der die Einschätzung der gegenwärtigen und der erwarteten Ertragslage zusammenfasst, um 8,7 auf 113,5 Punkte und liege damit immer noch in einem erfreulichen Bereich.

„Die Stimmung im norddeutschen Groß- und Außenhandel ist gut. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir vor großen Herausforderungen stehen“, sagte Dr. Hans Fabian Kruse, Präsident des AGA Unternehmensverbandes, bei der Vorstellung der aktuellen Konjunkturumfrage am 9. November 2015 in Hamburg. Noch profitiere der Handel in Norddeutschland vom billigen Euro und dem niedrigen Ölpreis. Aber die ungeklärte Euroschuldenkrise sowie die Herausforderungen durch die Flüchtlingswelle hätten einen nachhaltigen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und damit auch in Norddeutschland, so Kruse.

Laut Unternehmensverband beurteilen 24 Prozent der Betriebe im norddeutschen Groß- und Außenhandel ihre Gewinnsituation aktuell positiv (Vorquartal: 31 Prozent), nur 18 Prozent negativ (Vorquartal: 16 Prozent). Die Aussichten bis zum 31. März 2016 sind gut: 47 Prozent der Unternehmen erwarten steigenden Umsatz (Vorquartal: 50 Prozent), 11 Prozent prognostizieren weniger Umsatz (Vorquartal: 10 Prozent). Die positive Gewinnerwartung der Betriebe ist mit 27 Prozent gleich hoch wie noch im 2. Quartal 2015.

Im 3. Quartal 2015 verzeichneten fast alle norddeutschen Bundesländer ein Umsatzplus. Niedersachsen kann mit 1 Prozent das größte Plus verzeichnen (Vorquartal: minus 0,8 Prozent), gefolgt von Hamburg mit 0,7 Prozent (Vorquartal: minus 0,5 Prozent) und Schleswig-Holstein mit 0,5 Prozent (Vorquartal: 1,8 Prozent). Einziges norddeutsches Bundesland mit einem Minus in diesem Quartal ist Bremen mit minus 1,2 Prozent (Vorquartal: minus 0,2 Prozent).

In Hamburg beurteilen 22 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Gewinnsituation positiv (Vorquartal: 34 Prozent), 20 Prozent als negativ (Vorquartal: 21 Prozent). Die Aussichten für die kommenden sechs Monate: 46 Prozent der Betriebe gehen von einem Umsatzplus aus (Vorquartal: 46 Prozent) und 31 Prozent erwarten höhere Gewinne (Vorquartal: 28 Prozent).

(Redaktion)


 


 

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