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Kreativwirtschaft

RAW Photofestival Worpswede ist 2017 weiter gewachsen

Das zweite Festival der zeitgenössischen Fotografie RAW 17 im Künstlerdorf Worpswede vom 17. September bis 15. Oktober 2017 hat mehr als 12.000 Besucher angezogen – deutlich mehr als im Vorjahr. 2019 soll die Reihe fortgesetzt werden.

Mit dem Erfolg des diesjährigen RAW-Fotofestivals ist Worpswede bei Bremen einen großen Schritt weitergekommen im Bemühen, den Ort als lohnendes Ziel im Gedächtnis derer zu etablieren, die sich für zeitgenössische Fotografie interessieren. Dieser Schluss liegt in Anbetracht der rundum positiven Bilanz des Organisationsteams um die beiden Worpsweder Fotografen Rüdiger Lubricht und Jürgen Strasser nahe. Die Erwartungen seien „mehr als übertroffen“ worden, heißt es in einer Mitteilung.

Insgesamt zählten die Veranstalter in den vier Festivalwochen von Mitte September bis Mitte Oktober 2017 in den sechs Hauptausstellungen mit renommierten und jungen Fotografen aus dem In- und Ausland über 12.000 Besucher. Das sind deutlich mehr als beim Start im Jahr 2016, wo die Besucherzahl noch unter 10.000 lag.

Worpswede soll Standort für zeitgenössische Fotografie werden

Die Künstlerkolonie Worpswede ist bekannt für ihre Malerei. Seit über 125 Jahren ist das Dorf Anziehungspunkt und Lebensort für Maler, Bildhauer, Musiker und Schriftsteller. Mit Worpswede bringen viele Bürger Künstlernamen wie Fritz Mackensen, Paula Modersohn-Becker, Hans am Ende oder Heinrich Vogeler in Verbindung. Rüdiger Lubricht und Jürgen Strasser möchten Worpswede auch als Standort für zeitgenössische Fotografie etablieren.

Das RAW Photofestival punktet mit verschiedenen Positionen zeitgenössischer Fotografie. Neben den sechs Hauptausstellungen wurden fotografische Arbeiten von regionalen Fotografinnen und Fotografen in den Cafès, Restaurants und Ladengeschäften des Ortes präsentiert. Darüber hinaus zeigte RAW in einer Open-Air-Ausstellung auf der Marcusheide 21 großformatige Landschaftsfotografien Worpsweder „Altmeister“ und Zeitgenossen. Auch der fotografische Nachwuchs war aufgerufen, unter dem Titel „Give me Moor!“ im Rahmen des Jugendfotowettbewerbes seine Arbeiten einzureichen.

„Blick über den Tellerrand“

Ein Vorteil des Standorts ist, dass Worpswede über zahlreiche Museen und Galerien verfügt, die alle zu Fuß erreichbar sind. „Wir haben versucht, diese Möglichkeiten für unser Festival zu nutzen und den Besuchern eine Vielfalt an verschiedenen Positionen zu präsentieren“, betont Jürgen Strasser, Festivalleiter. Wie der bekannte Schriftsteller und Publizist Hans-Michael Koetzle nach seinem Festivalbesuch sagte, hat sich Worpswede den Sinn für das Dokumentarische bewahrt.

In den ausgestellten Bildern wurden Geschichten erzählt, die viel zu tun haben mit unserer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. „Für jeden Fotografen und Fotointeressierten lohnte sich der Besuch des Festivals, da man nicht nur viel über neue Trends und den schnelllebigen Fotomarkt lernen konnte, sondern auch ein Blick über den Tellerrand gewährleistet wurde“, sagt Prof. Rolf Nobel, Gründer und Leiter des Lumix Festivals für jungen Fotojournalismus in Hannover.

(Redaktion / RAW Photofestival)


 


 

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