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Kreuzschifffahrtsboom

Drittes Kreuzfahrtterminal im Hamburger Hafen soll kommen – Baubeginn für April 2014 geplant

Die Hansestadt will als erster Standort in Nordeuropa eine neue Dimension im Kreuzschifffahrtsgeschäft eröffnen. Dafür hat der Hamburger Senat den Bau eines dritten Kreuzfahrtterminals am Kronprinzkai genehmigt.

Das Kreuzschifffahrtsgeschäft entwickelt sich zur Erfolgsgeschichte für Hamburg: Seit Jahren steigt die Zahl der Kreuzfahrtschiffe, die in die Hansestadt kommen. Auch nehmen sowohl die Passagierzahlen als auch die Größe der Schiffe zu. Mit 555.000 Passagieren und 177 Anläufen sei 2013 das bislang beste Kreuzschifffahrtsjahr. Von dieser guten Entwicklung profitierten die gesamte Hamburger Wirtschaft mit ihren Werften, Zulieferbetrieben, Ausflugsverkehren oder Catering- und Sicherheitsunternehmen. Die Wertschöpfung der Kreuzschifffahrt in Hamburg betrage nach einer aktuellen Erhebung der Handelskammer im September 2013 rund 270 Millionen Euro pro Jahr; mehr als 1.500 Arbeitsplätze hängen von der Branche ab, informiert die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation.

Mit dem zusätzlichen Kreuzfahrtterminal und einer zentralen Terminalbetriebsgesellschaft für alle drei Kreuzfahrtterminals wolle Hamburg die Potenziale des wachsenden Kreuzschifffahrtsmarktes optimal nutzen und dem wachsenden Bedarf der Kreuzfahrtindustrie gerecht werden, heißt es. Die Hamburg Port Authority (HPA) habe von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation den Auftrag erhalten, in Zusammenarbeit mit der Flughafen Hamburg GmbH (FHG) die Realisierung eines dritten Kreuzfahrtterminals und die Neuausrichtung der gesamten Abfertigung des Kreuzschifffahrtsgeschäfts in Hamburg sicherzustellen.

Mit der zunehmenden Anzahl von Passagieren steigen auch die Anforderungen an die Prozesse zur Versorgung der Schiffe. Um auch diesen Kreuzfahrtschiffen eine optimale Abfertigung bieten zu können, will der Senat im April 2014 mit dem Bau eines dritten Kreuzschifffahrtsterminals im mittleren Freihafen, am Kronprinzkai, beginnen. Eine Erweiterung der Kapazitäten soll ermöglichen, dass bei Vollauslastung und einem vollständigen Passagierwechsel (full turnaround) im Hamburger Hafen innerhalb von 10 Stunden über 6.000 Passagiere sowie deren Gepäck am Terminal abgefertigt werden können.

Das boomende Kreuzfahrtgeschäft biete die Chance, Hamburg zu einer der führenden Kreuzfahrtdestinationen in Europa zu entwickeln. Der Senat habe ein Zeichen gesetzt und Rahmenbedingungen geschaffen, damit der Kreuzschifffahrtsstandort Hamburg den stetig wachsenden Anlaufzahlen, den zunehmenden Schiffsgrößen sowie der steigenden Nachfrage der Reedereien auch künftig gerecht werden könne, sagte Senator Frank Horch gestern. „Die Investitionen in ein drittes Terminal und damit in den Kreuzschifffahrtsstandort Hamburg sind sehr gut angelegtes Geld. Die gesamte Wirtschaft der Metropolregion Hamburg profitiert davon.“

Bereits heute würden in Hamburg erhebliche Anstrengungen unternommen, um den Kreuzschifffahrtsstandort Hamburg zu stärken. So organisiere der Verein Hamburg Cruise Center e. V. (HCC e.V.) – eine seit 15 Jahren bestehende, von mehr als 100 Unternehmen und Institutionen getragen Brancheninitiative – vielfältige Aktivitäten, die zur positiven Entwicklung Hamburgs zum wachstumsstärksten Kreuzschifffahrtshafen maßgeblich beitragen, so die für Wirtschaftsbehörde,

Der Standort Hamburg wird sich zukünftig komplexen Herausforderungen gegenüber sehen. Dafür erachtet die Stadt eine Bündelung der Kräfte von privater und öffentlicher Hand als notwenid, um die existierenden Potenziale auszuschöpfen. Um die strategische Weiterentwicklung des Standorts und die dafür notwendigen Aktivitäten zu planen und zu befördern, will Hamburg im Jahr 2014 eine Kreuzschifffahrtsinitiative starten, bei deren Entwicklung auch von den Erfahrungen anderer Hamburger Wirtschaftscluster einfließen sollen. So sollen in einer Public-Private-Partnerschaft, getragen vom HCC e.V. mit seinen Mitgliedsunternehmen und weiteren städtischen Akteuren, die Koordination der verschiedenen Maßnahmen und die Abstimmung der Akteure untereinander optimiert sowie um strukturpolitisch sinnvolle Maßnahmen ergänzt werden. Dieses Vorgehen habe sich bei der gezielten Entwicklung von Clustern als sehr erfolgversprechend erwiesen, so die Behörde.

(Redaktion)


 


 

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Wirtschaftssenator Frank Horch
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Hamburger Hafen

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