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Bitcoin-Mining: China denkt über Verbot nach

Wird das Schürfen von Bitcoins in China bald verboten sein? Folgt man dem von der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission veröffentlichten Entwurf, so befindet sich das Schürfen von Kryptowährungen bereits auf der Liste jener Aktivitäten, die demnächst eingestellt – also verboten – werden sollen.

Der Bitcoin befindet sich im Höhenflug

Im Westen hat der Bitcoin, die Mutter aller digitalen Währungen, seit geraumer Zeit einige Höhen erlebt, jedoch auch wieder ein paar Abstürze überwinden müssen. Derzeit befindet sich die Kryptowährung jedoch wieder in einem Hoch – die 5.000-US-Dollar-Grenze konnte abermals überschritten werden. Totgesagte leben länger? Der Bitcoin beweist es immer wieder.

Seit Jahresanfang konnte der Bitcoin um über 45 Prozent zulegen. Es gibt bereits einige Prognosen, die davon handeln, dass der Bitcoin demnächst auf 7.000 US-Dollar klettern könnte – mitunter gegen Jahresende im Bereich der 20.000 US-Dollar landen könnte. Langfristige Prognosen sehen den Bitcoin sogar bei 50.000 US-Dollar.

Ob nun der richtige Zeitpunkt für Bitcoin Trader wäre in die Kryptowährung zu investieren? Die Prognosen sind durchaus verlockend, wobei das natürlich nicht bedeuten muss, dass der Bitcoin auch tatsächlich gegen Ende des Jahres an der 20.000-US-Dollar-Marke kratzen wird. Prognosen sind immer mit Vorsicht zu genießen – vor allem dann, wenn es um Kryptowährungen geht. Es gibt einfach keine Garantie; mitunter können diverse Ereignisse, die noch nicht vorhergesehen werden können, sogar dafür sorgen, dass der Bitcoin wieder abstürzt und gegen Jahresende im Bereich der 2.000 US-Dollar liegt. Wer in die Kryptowährung investiert, sollte sich also bewusst sein, dass man auch Geld verlieren kann – und das, obwohl die Prognosen ausgesprochen vielversprechend sind.

Verbot wäre zumindest keine Überraschung

Auch wenn es immer wieder zu unvorhergesehenen Ereignissen kommt, so weiß man zumindest seit geraumer Zeit, dass die Uhren in China anders gehen. Nun will man – wieder einmal – das Schürfen von Digitalwährungen, so beispielsweise das Bitcoin-Mining, verbieten. Ein Entwurf, der von der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission präsentiert wurde, verrät, dass sich das Schürfen von Digitalwährungen auf jener Liste von Aktivitäten befindet, die demnächst eingestellt werden sollen, da sie entweder unsicher sind, Gesetze und/oder Vorschriften nicht einhalten oder mitunter Ressourcen verschwenden oder eine Belastung für die Umwelt darstellen.

Fehlende Kontrolle und ein zu hoher Energieverbrauch

Schon seit längerer Zeit geht China schärfer gegen digitale Währungen, ganz besonders gegen den Bitcoin, vor. Jahrelang war das Land der beliebteste Standort für die Produzenten und Krypto-Börsen, doch heute hat sich das Blatt gewandelt. Neben dem hohen Energie- wie Ressourcenverbrauch ist auch die Anonymität des Zahlungsprozesses zum Problem geworden. Die chinesische Führung stört die fehlende Kontrolle. Ein weiterer Punkt, warum man Kryptowährungen aus dem Land schaffen will.

Begründet soll das Verbot aber mit dem Argument werden, dass einfach zu viel Energie verbraucht werden würde. Das Mining, der Prozess, um Coins zu generieren, ist nur mit komplizierten Rechenoperationen möglich. Aufgrund der Tatsache, dass die Aufgaben immer komplexer werden, steigt in weiterer Folge auch der Energieverbrauch. Folgt man den Schätzungen der Internetseite Digiconomist.net, so verbraucht die auf ein Jahr hochgerechnete Herstellung von Bitcoins rund den jährlichen Energieverbrauch von Israel oder Bangladesch.

Einige Analysten können Chinas Überlegungen, das Mining verbieten zu wollen, durchaus nachvollziehen. Jedoch wäre ein Verbot durchaus bemerkenswert – schlussendlich sind es nämlich die Chinesen, die die größten Spezialrechner für das Mining herstellen.

Wie wird der Bitcoin reagieren?

Hätte das Mining-Verbot mitunter negative Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs? Noch bleibt man skeptisch – viele Experten glauben, China werde sich am Ende doch noch gegen ein Verbot aussprechen und mitunter nur die Regeln verschärfen. Würde man jedoch hart bleiben, so könnte das natürlich eine Belastungsprobe für den Bitcoin werden, der sich jetzt erst gerade einmal erholt hat.

(Redaktion)


 


 

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