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Kultur-Event

Uruguay stellt sich in Hamburg vor

Kunst, Kultur und Kulinarisches aus dem lateinamerikanischen Land, verbunden mit interkulturellem Austausch, stehen im Mittelpunkt der Uruguayischen Kunst- und Kulturwochen 2014, die bis zum 30. September 2014 in der Galerie Kunststätte am Michel stattfinden.

Im Rahmen des Kultur-Events „Art for Charity“, das bereits zum 18. Mal stattfindet, lädt die Galerie Kunststätte am Michel ein, eine visuelle, akustische und kulinarische Reise durch Uruguay zu machen. Die Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit einer Fotoausstellung zur „1. Fußballweltmeisterschaft 1930 in Uruguay“ und der Ausstellung „Hommage an Nelson Romero“ mit Zeichnungen des 2012 verstorbenen Ausnahmekünstlers. Es gibt einen Video-Film über das Land Uruguay zu sehen – in deutscher, englischer oder spanischer Sprache. Des Weiteren werden Filme von uruguayischen Regisseuren in Originalfassung gezeigt: die Komödie „El viaje hacia el mar“ (Die Reise zum Meer) sowie die Dramen „Gigante“ (Der Dicke), „El baño del Papa“ (Ein Bad für den Papst) und „Mal día para pescar“ (Ein schlechter Tag zum Angeln). Interessierte können zudem landestypische Weine kennen lernen. Spezielle Themenvorträge dazu finden jeweils am 11., 18. und 25. September von 14 bis 16 und 17 bis 19 Uhr statt.

REPUBLIK ÖSTLICH DES URUGUAYS
Uruguay  bzw. mit offiziellem Namen „Republik Östlich des Uruguay“ liegt zwischen Argentinien und Brasilien. Das Land ist etwa halb so groß wie Deutschland und der kleinste spanischsprachige Staat in Südamerika. Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus den Nachkommen europäischer Einwanderer (vor allem aus Spanien und Italien), Mestizen (Nachfahren von Ureinwohnern und Weißen) und Nachkommen afrikanischer Sklaven. Landschaftlich ist Uruguay sehr kontrastreich: Atlantikküste mit Sandständen, Feucht- und Sumpfgebiete am Río Uruguay, dem längsten Fluss des Landes, und Pampa (Grassteppe). Kolonialeinflüsse der Spanier und Portugiesen sind noch erkennbar. Montevideo ist die Hauptstadt und einzige Großstadt des Landes. Dort leben mit etwa 1,5 Millionen Menschen etwa die Hälfte der Landesbevölkerung.

Nelson Romero – renommierter uruguayischer Maler und Grafiker

Ein Glanzpunkt der Kunst- und Kulturwochen ist die Ausstellung „Hommage an Nelson Romero“, die – unter Schirmherrschaft der Botschaft Uruguays in Berlin – eine Auswahl von Zeichnungen des international bekannten uruguayischen Künstlers Nelson Romero zeigt. Mit einem sehr persönlichen Stil fertigte Romero ausdrucksstarke, detailreiche Bleistiftzeichnungen an. Dabei zeichnen harmonische Farbabstufungen, hohe Präzision und Perfektion sein Werk aus. In seinen Motiven setzt er sich vor allem mit der Darstellung der menschlichen Gestalt auseinander, die zu den komplexesten Herausforderungen in der Kunst zählt. Er spielt mit Kontrasten, mit groß und klein, leicht und schwer. Tiefgründig und doch humorvoll wirft er einen Blick auf den Menschen und die Gesellschaft.

Die erste Fußballweltmeisterschaft 1930 in Uruguay

Die Fußball-Weltmeisterschaft 1930 (Campeonato Mundial de Fútbol), war das erste Turnier für Fußball-Nationalmannschaften. Sie fand vom 13. bis zum 30. Juli 1930 in Uruguays Hauptstadt Montevideo statt. Ursprünglich war geplant, alle Spiele im neu gebauten Estadio Centenario auszutragen – dem damals mit knapp 100.000 Plätzen größten Stadion Südamerikas. Jedoch verzögerten sich die Bauarbeiten wegen einer langen Regenperiode. Die Mannschaften mussten zu Beginn der Weltmeisterschaft auf andere Stätten in Montevideo ausweichen. Erst fünf Tage nach der Eröffnung, fand das erste Turnier im neuen Stadion statt. Zu dem Zeitpunkt war Nordtribüne teilweise noch Baustelle.

Veranstaltungstipp: Candombe am 4. September 2014

Candombe ist eine Musik- und Tanzform, die auf die afrikanischen Sklaven in Lateinamerika zurückgeht, und auch als Vorläufer des Tangos gilt (Milonga). Heute zählt Candombe zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Am 4. September (19 Uhr) stellt die in Hamburg ansässige uruguayische Generalkonsulin Lic. Maria Elisatbeth Bogosian diese Tanzform zusammen mit dem Trio „Uruguay Condombe“ in der Kunststätte vor.

Interkultureller Austausch

„Art für Charity“ will den Erfahrungsaustausch zwischen Kunstschaffenden und Kunstgenießern ermöglichen sowie den Besuchern eine Plattform für Austausch und Netzwerken bieten Die diesjährigen „Uruguayische Kunst- und Kulturwochen“ stehen unter Schirmherrschaft der Botschaft Uruguay in Berlin und des Generalkonsulats Uruguay in Hamburg. Sie entstanden mit der Absicht, den interkulturellen Dialog zwischen Deutschland und Uruguay zu fördern und die Möglichkeiten einer kulturellen und wirtschaftlichen Kooperation den Hanseaten bekannter zu machen. Veranstalter des Kultur-Events ist der gemeinnützige Kulturaustausch Hamburg-Übersee e.V. – mit Galerie & Verlag – der nach eigenen Angaben das Künstlernetzwerk mit der höchsten Lateinamerika-Kompetenz hat. Die Veranstaltung wird zugunsten der Vereinsinitiative Kinderkunstförderung ausgerichtet.

Uruguayische Kunst- und Kulturwochen 2014, Kunststätte am Michel, Neanderstraße 21, 20459 Hamburg, bis zum 30. September 2014. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung. Weitere Informationen: www.galerie-kam.de

(Redaktion)


 


 

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