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Kulturerbe

Unesco-Schutz für überliefertes Wissen und Alltagskulturen

Der Startschuss für die Umsetzung des Unesco-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes ist gefallen.

Seit Anfang Mai 2013 läuft das Bewerbungsverfahren für das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Dazu zählen unter anderem Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen und Handwerkstechniken. Gruppen und Gemeinschaften, die sich für den Erhalt dieser kulturellen Ausdrucksformen engagieren, können ihre Anmeldung bis zum 30. November 2013 in ihrem Bundesland einreichen.

Die Unesco die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur will mit dem Übereinkommen weltweit überliefertes Wissen und Alltagskulturen als Teil des Erbes der Menschheit erhalten und fördern. Seit 2003 stellt die Unesco auch diese kulturellen Ausdrucksformen in den Mittelpunkt internationaler Kooperation. 151 Staaten sind bisher dem Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beigetreten. In Deutschland tritt dieses am 9. Juli 2013 in Kraft.

Die Bewerbungsunterlagen sind auf der Webseite der Deutschen Unesco-Kommission (www.unesco.de) verfügbar. Jedes Bundesland trifft nach Ende der Ausschreibung eine erste Auswahl und übermittelt zwei Vorschläge an die Kultusministerkonferenz. Ein unabhängiges Expertenkomitee der Deutschen Unesco-Kommission prüft und bewertet dann die Vorschläge. Die Kultusministerkonferenz und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien beraten abschließend die Empfehlungen des Expertenkomitees. Die Einträge in das bundesweite Verzeichnis werden auf der Webseite der Deutschen Unesco-Kommission veröffentlicht. Weitere Ausschreibungsrunden werden folgen.

Als einziges deutsches Bundesland hat Hamburg noch kein Weltkulturerbe vorzuzeigen, hat sich aber mit verschiedenen Objekten beworben. Anwärter auf den Titel sind die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit Chilehaus, die Hamburger Sternwarte im Stadtteil Bergedorf und der jüdische Friedhof Altona Königstraße. 

Hamburgs Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Großstädte wie Hamburg bewegen sich immer im Spannungsfeld zwischen den Anforderungen der globalisierten Welt und der Bewahrung des Kulturerbes. Eine Gesellschaft lebt unter anderem von der Pflege vielfältiger kultureller Ausdrucksformen, die über Generationen weitergegeben werden. Das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Unesco ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Erhaltung und Pflege dieser gelebten kulturellen Vielfalt.“

(Redaktion)


 


 

Immaterielles Kulturerbe
Deutsche UNESCO-Kommission
UNESCO
Prof. Barbara Kissler

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