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Kulturwirtschaft

Museum für Völkerkunde: Dr. Barbara Plankensteiner wird neue wissenschaftliche Direktorin

Die jetzige Kuratorin der Yale University Art Gallery in Connecticut, USA übernimmt ab 1. April 2017 die wissenschaftliche Leitung des Museums für Völkerkunde in Hamburg.

Der Stiftungsrat der Stiftung Museum für Völkerkunde hat beschlossen, Dr. Barbara Plankensteiner die wissenschaftliche Leitung des Museums für Völkerkunde zu übertragen. Plankensteiner ist seit 2015 an der Yale University Art Gallery. Am ältesten Universitätskunstmuseum der USA leitet sie als Senior Curator die Abteilung für Afrikanische Kunst und unterrichtet zudem an der Yale University.

Plankensteiner tritt zum 1. April 2017 im Museum für Völkerkunde die Nachfolge von Dr. Wulf Köpke an, der im Februar 2016 als Experte für interkulturelle Fragen zur Akademie der Polizei wechselte.

Kennerin afrikanischer Kunst mit weltweiter Vernetzung

„Mit Barbara Plankensteiner geben wir die Leitung des Museums für Völkerkunde in die Hände einer versierten Ethnologin und großen Kennerin afrikanischer Kunst“, erklärt Kulturstaatsrat Dr. Carsten Brosda. „Als erfahrene Museumsexpertin hat sie die inhaltliche Neupositionierung des Weltmuseums in Wien vorbereitet und umgesetzt und immer wieder Aufsehen mit begeisternden Ausstellungen erregt. An der Yale University Art Gallery ist es ihr zuletzt gelungen, neue Sammlungskonzepte zu entwickeln und ihre weltweite Vernetzung noch einmal zu vertiefen.“

Plankensteiner verfüge über die Erfahrungen, das Wissen und die notwendige Umsicht, um das Museum für Völkerkunde weiterzuentwickeln und internationale Impulse zu setzen. „Wir haben mit ihr eine Persönlichkeit gewinnen können, die unserem Anspruch auf einen Neubeginn in diesem für die Stadt so wichtigen Haus gerecht wird“, so Brosda.

Museum mit „unvergleichlichem Potenzial“

Dr. Barbara Plankensteiner ist seit 2015 Senior Curator an der Yale University Art Gallery. Von 1998 bis 2015 war sie am Weltmuseum Wien beschäftigt, zuletzt als stellvertretende Direktorin und Chefkuratorin sowie Leiterin der Abteilung Afrika südlich der Sahara.

„Das Museum für Völkerkunde Hamburg ist eines der interessantesten und wichtigsten ethnographischen Museen in Europa. Aufgrund der Qualität der Sammlungen wie auch seiner Lage in einer der größten und historisch bedeutsamen Hafenstädte Europas und der damit zusammenhängenden Geschichte, bietet es ein unvergleichliches Potenzial“, sagt Dr. Barbara Plankensteiner. Sie freue sich darauf, „gemeinsam mit dem Team des Museums wichtige Fragen der Globalität zu erschließen, diese mit einer zeitgemäßen Objektforschung zu verbinden und hiermit spannende, gegenwartsbezogene Ausstellungen zu gestalten, die ein möglichst breites Publikum ansprechen werden.“

Dr. Barbara Plankensteiner wurde 1963 in Bozen/Italien geboren und studierte Ethnologie und Philosophie in Wien. 2002 wurde sie am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Institut für Afrikawissenschaften, an der Universität Wien promoviert. Internationale Anerkennung erlangte sie vor allem mit den Publikationen zu ihren Ausstellungen. Ihr Band zur Kunst des westafrikanischen Königreichs Benin gilt heute als Standardwerk.

(Redaktion)


 


 

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