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Kulturwirtschaft

Wechsel an der Spitze der historischen Museen in Hamburg

Börries von Notz verlässt die Stiftung Historische Museen Hamburg. Der bisherige Alleinvorstand wechselt zur Stiftung Nantesbuch Kunst und Natur, wie die Hamburger Kulturbehörde mitteilt.

Der Jurist und Kultur- und Museumsmanager Börries von Notz ist seit Februar 2014 Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH), zu der die drei großen stadthistorischen Einrichtungen Hamburgs – Museum für Hamburgische Geschichte, Altonaer Museum und Museum der Arbeit – sowie fünf weitere museale Standorte – unter anderem Jenisch Haus und Hafenmuseum Hamburg – gehören. In der ersten Jahreshälfte 2019 wird der 45-Jährige die SHMH verlassen und als Sprecher der Geschäftsführung zur 2012 von der Unternehmerin und BMW-Großaktionärin Susanne Klatten gegründeten Stiftung Nantesbuch wechseln. Die Stiftung Nantesbuch entwickelt im Bayerischen Voralpenland einen Ort für die Begegnung mit Kunst und Natur. Darüber hinaus ist sie Trägerin des Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, zum Weggang des profilierten Managers: „Ich respektiere die persönliche Entscheidung von Börries von Notz, wenngleich ich sie außerordentlich bedaure.“ Von Notz habe als Alleinvorstand die Stiftung Historische Museen Hamburg nachhaltig geprägt und die Häuser fest in der Stadtgesellschaft verankert. „Gemeinsam mit von Notz und den großartigen Teams in den historischen Museen haben wir die Häuser erfolgreich weiterentwickelt. Dabei haben wir stets eng und mit viel Freude zusammengearbeitet. Mit der Umsetzung der Innovationsoffensive Hamburger Museen haben wir hier noch viel vor. Wir werden uns jetzt zügig um eine Nachfolgelösung kümmern“, so der Kultursenator weiter.

Profilbildung und Neuausrichtung vorangetrieben

Von Notz verlässt eine gut aufgestellte Stiftung: In den mehr als fünf Jahren als Alleinvorstand habe er vor allem die organisatorische Neuausrichtung und inhaltliche Profilbildung der SHMH und ihrer Standorte intensiv vorangetrieben und wesentlich für eine bessere finanzielle Ausstattung der Stiftung und damit der Museen gesorgt. Die Initiierung des Deutschen Hafenmuseums mit der Viermastbark „Peking“, der Umzug der umfangreichen Sammlungen der SHMH in ein neues Zentraldepot sowie die finanzielle Grundlage für die umfangreiche Sanierung und Modernisierung des Museums für Hamburgische Geschichte und die Erneuerung des Museums der Arbeit und des Jenisch Hauses hätten seine Amtszeit geprägt, so die Behörde.

Unter der Leitung von Börries von Notz konnten darüber hinaus umfassende Outreach-Strategien verwirklicht werden, die ihren Niederschlag zum Beispiel im Aufbau eines neuen Webportals der Stiftung und dem damit zusammenhängenden Projekt „Transfer des Wissens“ oder der Herausgabe der Zeitschrift „Hamburg History Live“ gefunden haben. In Kürze sollen außerdem das Internetportal „Hamburg in der Fotografie“ sowie der „Georg Koppmann Preis für Stadtfotografie“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht beziehungsweise vorgestellt werden.

Innovation und Veränderung seien von Notz auch in der Programmgestaltung und bei Fragen der thematischen Vermittlung sehr wichtig gewesen. In seiner Vorstandszeit konnten deshalb die erfolgreichen und in den Vermittlungsansätzen sehr vielfältigen Sonderausstellungen „Hamburg ins Gesicht geschaut. Porträts aus fünf Jahrhunderten“, „Entscheiden. Eine Ausstellung über das Leben im Supermarkt der Möglichkeiten“, „Revolution! Revolution? Hamburg 1918/19“, „Kein Bier ohne Alster. Hamburg – Brauhaus der Hanse“ sowie „Cäsar Pinnau. Zum Werk eines umstrittenen Architekten“ und „Das Kapital“ präsentiert werden.

„Es war eine aufregende und intensive Zeit, bei der ich für die Stiftung und ihre Inhalte sehr viel und breites Entgegenkommen erfahren habe, wofür ich sehr dankbar bin“, so Börries von Notz, Alleinvorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg. „In dieser Zeit konnten wir wesentliche Strukturentwicklungen vorantreiben, zukunftsweisende Vorhaben in Angriff nehmen und damit die Stiftung einen. Die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Kultursenator und seiner Behörde habe ich als besonders zielführend empfunden und ich weiß die SHMH mit einem herausragend tollen Team und sehr guten Direktoren sowie den zahlreichen großartigen Vorhaben für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Ich freue mich auf die spannenden Aufgaben in der Stiftung Nantesbuch, die auch zu meiner persönlichen Lebenssituation sehr gut passen.“

(Redaktion)


 


 

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