Sie sind hier: Startseite Hamburg Bizz-News
Weitere Artikel
Roaming-Verordnung

o2 und E-Plus lassen Kunden in Kostenfalle tappen

Die neue Roaming-Verordnung der Europäischen Union sieht ein Kostenlimit von 59,50 Euro vor für all jene Kunden, die mit ihren Mobilgeräten das Internet außerhalb Europas nutzen. o2 und E-Plus nehmen eine Ausnahmeregelung als Hintertürchen, um trotzdem höhere Beträge von ihren Kunden verlangen zu können.

o2 und E-Plus umgehen die von der Europäischen Union gesetzte Kostengrenze mit Hilfe einer Sonderklausel. Diese gestattet es, das Limit von 59,50 Euro zu überschreiten, wenn die ausländischen Mobilfunkfirmen die entstandenen Kosten nicht in Echtzeit an den deutschen Anbieter melden. Sonderbar allerdings: Den Anbietern Telekom und Vodafone gelingt es dagegen problemlos, ihren Kunden den von der EU vorgeschriebenen Schutz vor überhöhten Rechnungen zu gewährleisten.

Dass deutsche Anbieter unter bestimmten Umständen vom Kostenlimit abweichen können, war als Ausnahme gedacht. o2 und E-Plus aber machen sich den Sonderpassus regelmäßig zu Nutze.

o2: Ein Videoclip für mehr als 60 Euro

Für Reisende kann das sehr teuer werden. Das Limit von 59,50 Euro ist schnell überschritten. Beispiel o2: Während der Mobilfunkanbieter innerhalb der EU maximal 83,3 Cent pro Megabyte berechnen darf, verlangt er für das Surfen in anderen Teilen der Welt satte 12,29 Euro je Megabyte. Innerhalb des EU-Kostenairbags sind da nicht einmal fünf Megabyte Datenverkehr möglich. Für o2-Kunden würde das Anschauen eines einzigen Kino-Trailers auf dem Videoportal Youtube im Ausland daher mehr als 60 Euro kosten. o2-Sprecher Ralf Opalka sieht dennoch keinen Handlungsbedarf. Gegenüber test.de erklärte er, dass das Unternehmen seine gesetzlichen Pflichten erfülle, solange es auf das Fehlen der Kostenbeschränkung hinweise.

Klarer Vorteil für Telekom und Vodafone

Den anderen beiden großen deutschen Anbietern – Telekom und Vodafone – gelingt es dagegen offenbar problemlos, bei Erreichen des Limits die Internetverbindung ihrer Kunden zu kappen, sodass diese nach der Rückkehr in die Heimat keine böse Überraschung befürchten müssen. Beide Anbieter bestätigten gegenüber test.de, dass die weltweite Umsetzung der EU-Verordnung technisch kein Problem sei. Und das, obwohl beide Unternehmen häufig mit denselben ausländischen Partnern kooperieren wie die Konkurrenten o2 und E-Plus.

Quelle: test.de

(Redaktion)


 


 

Kunden
Mobil
Telefon
Internet
Ausland
Roaming
Kosten
E-Plus
o2
Telekom
Vodafone

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Kunden" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: