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KunstWerkstattNatur

Kinder, Kunst und Umweltbildung auf der Landesgartenschau

In der KunstWerkstattNatur, so der Titel des Projekts des Fördervereins, können Kinder und Jugendliche unter der Leitung erfahrener Kunst- und Umweltpädagogen mit Lehm und anderen Naturmaterialien schöpferisch tätig sein.

Während der gesamten Laufzeit der Landesgartenschau werden sie dort ihre ganz eigenen Vorstellungen von der Landesgartenschau verwirklichen und erste eigene Erfahrungen mit ökologischem Bauen sammeln. Dabei wird es sowohl buchbare Angebote für Schulklassen und Kindergartengruppen, als auch offene Angebote geben, an denen alle Besucher teilnehmen können.

Dort, wo bisher sonst nur große Baumaschinen und Bauarbeiter zu sehen sind, herrscht heute ganz viel buntes Leben, als Corinne Eichner, Vorsitzende des Fördervereins, und Gartenschau-Geschäftsführer Kai Evers das Projekt KunstWerkstattNatur den Medien vorstellen. Von einem riesigen Segeltuch geschützt wuseln 15 Kinder durch den Sand des Naturbades und machen die Landesgartenschau zu ihrem Spiel-platz, ihrer Naturbaustoff-Forschungsstelle und ihrem Atelier.

Überragt werden die kleinen Baumeister von einer über zwei Meter hohen, freundlichen Lehmfigur, spargeldünn und mit einer Eule auf der Schulter, gestaltet von der Norderstedter Künstlerin Doris Hiller, die das Projekt betreut und maßgeblich künstle-risch gestaltet. Die Kinder bauen an einer überlebensgroßen Schildkröte. „Das ist die Mama“, ruft eines der Kinder. Ihre vielen Babys, die eben aus den Eiern geschlüpft zu sein scheinen, sieht man auf dem Strand in Richtung des klaren Wassers des großen Sees krabbeln. Natürlich bewegen sie sich nicht wirklich, denn die Kinder haben auch sie aus Lehm geformt.

Am liebsten würden die Kinder auch den Schildkröten-Papa noch bauen, doch damit müssen sie noch bis zum nächsten Jahr warten. Das fröhliche Treiben am Strand ist nämlich ein Vorgeschmack auf das, was der Förderverein für 2011 plant: Dann sollen im Feldpark der Landesgartenschau frei modellierte, teilweise bekletter- und begehbare Skulpturen, überlebensgroße Tiere und andere Kunstwerke entstehen, die der Landesgartenschau ein eigenes, fantasievolles und kindliches Gesicht geben. Dabei werden alle Objekte aus Naturmaterialien, wie Lehm, Zweigen, Ästen, Steinen, Blättern, Federn, Naturfarben und vielem mehr, gebaut. „Die Kinder experimentieren in der KunstWerkstattNatur mit Dingen, die einmal nicht gekauft, sondern in der Natur vorgefunden werden können,“ erklärt Doris Hiller, „so erleben sie, wie aus einfachsten Materialien Wertvolles geschaffen werden kann.“ Nach eigenen Entwürfen und Hand in Hand mit ihren Eltern, Großeltern und Nachbarn, mit geistig und körperlich Behinderten, mit Künstlern und Pädagogen bauen die Kinder dann an einem kleinen Kunst- und Skulpturengarten oder einem Kunstdorf.

Dabei ist jedes Bauwerk, jede größere Skulptur ein Gruppenprodukt, an dem alle ihren Anteil haben und jeder seine ganz eigenen Fähigkeiten einsetzen und entwickeln kann. „Dem Förderverein war es wichtig, ein ergänzendes Angebot für die Landesgar-tenschau zu schaffen, das besonders Kinder und Familien im Blick hat und Ökologie und Kreativität miteinander verbindet. Wir wollten die Kinder aus der reinen Zuschau-errolle heraus holen und ihnen die Möglichkeit geben, selbst aktiv zu werden“, erläutert Vereinsvorsitzende Corinne Eichner.

Die KunstWerkstattNatur soll aber nicht nur ein Lehmbau-Spielplatz sein, sondern auch ein Ort für vielfältige künstlerische Angebote. Geplant sind LandArt-Aktionen, Farbenherstellung aus Naturprodukten, Grünholzschnitzen, Flechten und Bauen mit Weidenruten und vieles mehr. Dazu werden weitere Künstler in das Angebot einge-bunden. So wird die KunstWerkstattNatur während der Landesgartenschau ein kleines interaktives Kunstfestival. „Mit diesem umfangreichen Umweltbildungsprojekt bringt der Förderverein viel Farbe und Lebendigkeit in die Landesgartenschau,“ so Garten-schau-Geschäftsführer Kai Evers, „das ist wirklich Nachhaltigkeit zum Anfassen und Mitmachen!“

Die Begeisterung für das Projekt teilen auch die BINGO!-Projektförderung, die die KunstWerkstattNatur mit Mitteln aus der BINGO!-Umweltlotterie in Höhe von 30.000 € fördert, die Sparkasse Südholstein, die die zwei großen Segeltuchdächer ermöglicht, und die Firma Mordhorst Baubiologischer Fachhandel, die das Projekt ebenfalls kräftig unterstützt. Weitere Hilfen kamen vom Lions Club Rantzauer Forst und von Nor-derstedt Marketing.

Für alle Besucher des Baustellenfestes bietet der Förderverein eine kleine Aussicht auf die Aktionen der KunstWerkstattNatur: Dann können die Kinder das, was sie im nächsten Jahr auf der Landesgartenschau in Groß bauen möchten, als Modell aus Lehm modellieren. Und vielleicht erleben sie dann 2011, wie ihr Entwurf in zehnfacher Größe umgesetzt wird.

(Landesgartenschau Norderstedt 2011 gGmbH)


 


 

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