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Länderzusammenarbeit

Hamburg und Schleswig-Holstein wollen mehr Bundesmittel für den gemeinsamen Olympiastützpunkt

Hamburg und Schleswig-Holstein haben sich auf eine intensivere Zusammenarbeit im Sport verständigt. So sollen bei Sportgroßveranstaltungen künftig verstärkt länderübergreifende Streckenführungen geprüft werden.

Schleswig-Holsteins Sportminister Stefan Studt und Hamburgs Sportsenator Andy Grote haben sich nach Ostern mit den Spitzen der beiden Landessportbünde in Bad Malente getroffen, um sich über die Intensivierung und Verfestigung der länderübergreifenden Zusammenarbeit im Sport auszutauschen. „Wir wollen die Chance für eine gemeinsame sportliche Entwicklung Hamburgs und Schleswig-Holsteins nutzen und uns in Zukunft regelmäßig treffen“, sagte Studt.

Einen entsprechenden Beschluss hatten die Landesregierungen bei ihrer gemeinsamen Kabinettssitzung am 31. Januar 2017 in Brunsbüttel gefasst. Grote sagte, insbesondere Hamburg und Schleswig-Holstein prägten als „sportverrückte Länder“ den Norden Deutschlands. „Die Sportbegeisterung bei uns ist fast schon ein Alleinstellungsmerkmal“, sagte Grote und verwies etwa auf das Rewe Final Four, die Pokal-Finalrunde des Deutschen Handballbunds vor knapp zwei Wochen. „Diese Begeisterung ist für uns Ansporn, auch im Sport die länderübergreifende Zusammenarbeit weiter zu verbessern – zum gegenseitigen Nutzen.“

Olympiastützpunkt: gute Leistungen für Olympia 2016 in Rio de Janeiro

Beide Länder haben sich bei ihrem Treffen in Bad Malente darauf geeinigt, sich im Zuge der Leistungssportreform gemeinsam für eine Steigerung der finanziellen Unterstützung des gemeinsamen Olympiastützpunktes Hamburg / Schleswig-Holstein (OSP) aus Bundesmitteln einzusetzen. „Der Olympiastützpunkt unserer Länder hat maßgeblich zum guten Abschneiden der deutschen Teams bei den Spielen in Rio de Janeiro beigetragen. Wenn er so erfolgreich wie bisher arbeiten soll, müssen seine nachgewiesenen Mehrbedarfe gedeckt werden“, sagte Grote. Das gebiete auch die Gleichbehandlung mit anderen Bundesländern, denen gegenüber Hamburg und Schleswig-Holstein durch die anteilige Bundesfinanzierung benachteiligt sind, so Studt und Grote.

Mit der Konzentration der Beachvolleyballer ab 2017 und eines großen Teils der Ruderer nehme der Olympiastützpunkt Hamburg / Schleswig-Holstein eine Vorreiterrolle in der Umsetzung der Leistungssportreform ein. „Wir haben die klare Erwartung an den Bund, dass er durch eine angemessene Umsteuerung der Finanzierung seiner Verantwortung in diesem Prozess gerecht wird“, so Studt und Grote. Mit einem gemeinsamen Schreiben an Bundesinnenminister Thomas de Maiziere wollen Andy Grote und Stefan Studt ihrem Anliegen nun noch einmal Nachdruck verleihen.

Prüfung der Synergien in Vermarktung und Tourismus

Weiterhin verständigten sich Studt und Grote auf ein noch stärkeres gemeinsames Auftreten beider Länder, um Sportgroßveranstaltungen in den Norden zu holen. Zudem sollen mit Blick auf attraktive Sportveranstaltungen in verstärktem Maße Synergien in den Bereichen Vermarktung und Tourismus geprüft und wo möglich genutzt werden.

Beide Länder wollen künftig bei Sportgroßveranstaltungen verstärkt die Möglichkeiten von Landesgrenzen überschreitenden Streckenführungen berücksichtigen und entsprechend auf die Veranstalter einwirken. „Das ist nicht zuletzt auch ein Signal der Sportstadt Hamburg an Niedersachsen und insbesondere den Landkreis Harburg, für dessen Kooperation etwa bei den Cyclassics wir dankbar sind – den wir aber auch nicht überfordern wollen“, sagte Grote.

(Redaktion)


 


 

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