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Lärmschutz an Wohngebäuden

4,4 Millionen Euro für Lärmaktionsplan

Die Hamburger Umweltbehörde fördert Schallschutz-Maßnahmen an besonders verkehrsreichen Straßen.

Die Behörde für Umwelt und Energie in Hamburg vergibt 4,4 Millionen Euro für passiven Lärmschutz. Das gilt für Wohngebäude mit starker Lärmbelastung an besonders verkehrsreichen Straßen in der Hansestadt.

Im Rahmen des Lärmaktionsplanes sei die ab sofort und unkompliziert bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) zu beantragende Förderung gedacht für Lärmschutz-Maßnahmen im Wohnbereich, die kurzfristig wirken, teilte die Behörde am 16. August 2016 mit. Hinzu kommen demnach noch je eine Million Euro Förderung vom Senat für die Jahre 2019 und 2020.

„In Hamburg sind 120.000 Menschen tagsüber durch Straßenverkehr Lautstärken von über 65 Dezibel ausgesetzt. Nachts sind es sogar 133.000 Menschen, die von Lautstärken über 55 Dezibel betroffen sind“, so Umweltsenator Jens Kerstan. Das seien Lautstärke-Pegel, deren Überschreitung zum Handeln verpflichteten, weil die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner dieser Straßen durch den Lärm gesundheitlich gefährdet sein könnten. Um den Kreis der Menschen zu erhöhen, die von dem Förderprogramm profitieren, habe die Behörde die Schwelle tagsüber von 70 auf 65 Dezibel und nachts von 60 auf 55 Dezibel gesenkt. Damit sollen sich weitere 89.000 Menschen in Hamburg auf die Lärmschutz-Maßnahmen berufen können.

Wolfgang Overkamp, Vorstand der Hamburgischen Investitions- und Förderbank weist darauf hin, das sich Interessierte vor Beginn der Maßnahme bei der IFB Hamburg umfassend beraten lassen können. Eine Kombination der Schallschutzförderung mit den Angeboten der bestehenden Modernisierungsförderung sei möglich.

Die Stadt übernimmt nach eigenen Angaben für die oft teuren Schallschutzmaßnahmen in Wohn-, Schlaf-, Kinderzimmer und Wohnküchen (ab 12 Quadratmetern) zwischen 65 Prozent und 75 Prozent der Kosten. Wie groß der Bedarf an diesen Zuschüssen sei, belegt die Tatsache, dass die vom Senat 2009 bewilligten fünf Millionen Euro allein für Schallschutzfenster bis 2013 voll abgeflossen seien. Daher will die Stadt die baulichen Möglichkeiten sehr viel weiter ausdehnen. So sollen nun auch Lückenschlüsse durch Schallschutzwände, die zwei Gebäude miteinander verbinden, dazu gehören. Damit sollen künftig auch Innenbereiche geschützt werden.

Weitere Beispiele:
500 Euro je Quadratmeter Fensterfläche bei Kastenfenstern
200 Euro je Quadratmeter Fläche der Prallscheiben
300 Euro je Quadratmeter Verglasung von bestehenden offenen Balkonen und Loggien
450 Euro je Quadratmeter Fenster- und Türfläche
400 bis 950 Euro je Lüftungseinrichtung mit Wärmerückgewinnung
350 Euro je Rollladenkasten

Die Förderung kann bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank beantragt werden. Weitere Information: www.ifbhh.de und www.hamburg.de/luft-laerm

(Redaktion)


 


 

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