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Lärmumfrage

90 Prozent der Hamburger ist es zu laut im Wohnumfeld

Eine große Mehrheit von Bürgern, die in Hamburg wohnt, wünscht sich mehr Ruhe im Wohnumfeld. Das ergab eine Umfrage im Rahmen der Lärmaktionsplanung in der Hansestadt.

Mehr als 4.300 Hamburgerinnen und Hamburger haben sich laut Mitteilung der Umweltbehörde zwischen dem 22. Mai und dem 19. Juni 2018 an einer Internet-Umfrage über Lärm in ihrem Wohnumfeld beteiligt. Die zentrale Erkenntnis lautet: Der Mehrheit der Teilnehmenden ist es zu laut. Insgesamt sprechen sich 90 Prozent für eine Reduzierung des Lärms im eigenen Wohnumfeld aus.

Vor allem der Straßenverkehr nervt

Viele der teilnehmenden Bürger gaben laut Behörde an, sich insbesondere des Nachts von Rasern und lauten Motorrädern in ihren Straßen gestört und belästigt zu fühlen. Tagsüber seien Busse und Lkw die größten Störfaktoren. Dass zu viel Lärm gesundheitsschädlich sein kann, sei der Wissenschaft lange bekannt. „Entsprechend machen sich auch rund zwei Drittel der Befragten wegen des Lärms Sorgen um ihre Gesundheit.“

Ebenso viele sehen ihren Schlaf durch den Straßenlärm gestört. Fast jeder Vierte sagt zudem, schon einmal aus Lärmgründen in Hamburg umgezogen zu sein. Um bei solchen Lärmbelastungen Abhilfe zu schaffen, hat die Umweltbehörde nach eigenen Angaben unter anderem ein Programm zur Förderung passiver Schallschutzmaßnahmen aufgelegt. Sechs Millionen Euro stünden dafür bereit und könnten abgerufen werden.

Große Mehrheit gegen Nachtflüge

Eindeutig ist die Ansicht der Teilnehmenden der Umfrage auch zum Thema Nachtflugverbot: Dreiviertel der Befragten wünscht sich eine konsequente Unterbindung des Flugverkehrs nach 23 Uhr.

Die hohe Resonanz auf die Umfrage zeige, dass Lärm ein Umweltproblem von starker Relevanz sei, das in der Politik bisher unterschätzt wurde, kommentiert Umweltsenator Jens Kerstan die Ergebnisse der Lärmumfrage. Ein wichtiger Aspekt sei Rücksichtnahme. „So zeigen die Ergebnisse, dass Raser und andere individuelle Ruhestörer einen großen Einfluss auf die Lärmbelästigung der Hamburgerinnen und Hamburger haben. Das muss nicht sein! Jeder kann durch eine angepasste Fahrweise einen positiven Beitrag zur Lärmreduzierung leisten.“

Die Umfrage basiert auf der europaweit definierten Umgebungslärmrichtlinie. Diese schreibt fest, dass die Lärmaktionspläne unter Beteiligung der Öffentlichkeit überprüft und fortgeschrieben werden müssen.

(Redaktion)


 


 

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