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Landwirtschaft

Bio-Stadt Hamburg stellt Hamburger Öko-Aktionsplan 2020 vor

Mit dem „Hamburger Öko-Aktionsplan 2020“ hat der Senat einen Maßnahmenkatalog zur Stärkung des regionalen Ökoangebots und zur Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus beschlossen. Dadurch soll die Hansestadt Standort einer nachhaltigen Agrarproduktion werden.

Hamburg ist seit Dezember 2016 Mitglied des Bio-Städte-Netzwerks, dem derzeit ein Dutzend Städte und Kommunen angehören, darunter Nürnberg, München, Freiburg und Bremen. Ziel des Netzwerks ist es, den ökologischen Landbau, die Weiterverarbeitung von ökologischen Produkten und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln zu fördern, um somit zur regionalen Wertschöpfung beizutragen.

Ausgangspunkt für Öko-Offensive ist die Annahme, dass die Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Lebensmitteln weiterhin steigt und Erzeugerbetriebe auch in Zukunft mit einem stabilen Wachstumstrend rechnen können. Um den ökologischen Landbau in Hamburg dahin gehend voranbringen zu können, hat der Senat Mitte Februar den „Hamburger Öko-Aktionsplan 2020“ beschlossen. In der Drucksache „Hamburgs Landwirtschaft stärken – Hamburger Öko-Aktionsplan 2020“, wie er genau heißt, werden die aktuell geplanten, die in der Umsetzung befindlichen, aber auch die bereits umsetzten Vorhaben dargestellt.

Mehr Flächen und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit

Die Stärkung des regionalen Ökoangebots soll landwirtschaftlichen Unternehmen in Hamburg eine Entwicklungsperspektive für die Zukunft eröffnen. Mit einem abgestimmten Maßnahmenangebot wolle der Senat die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und damit Hamburg als Standort einer vielfältigen und nachhaltigen Agrarproduktion sichern, heißt es in einer Mitteilung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI). Ein Beispiel sei die beabsichtigte Erhöhung des ökologisch bewirtschafteten Flächenanteils.

Bereits umgesetzt worden sei die Erhöhung der Hamburger Flächenprämien für auf den ökologischen Landbau umstellende oder erweiternde Betriebe, die Etablierung einer Hamburger Investitionsförderung und eine bevorzugte Förderung der Vermarktung von ökologischen Erzeugnissen. Staatsrat Dr. Rolf Bösinger betont: „Die ökologische Landwirtschaft verfügt über Wachstumspotenzial. Die Möglichkeiten der Förderung sind vielfältig – sie reichen von finanzieller Unterstützung über exzellente Beratung, Absatzförderung, Forschungsprojekten bis zum vorbildlichen Verhalten der Verwaltung selbst.“

Modellregion Bio-Obst geplant

Bestandteil des Öko-Aktionsplans ist auch die Etablierung einer Modellregion Bio-Obst. Hier arbeitet Hamburg partnerschaftlich mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem für Landwirtschaft zuständigen Ministerium in Hannover zusammen und engagiert sich auch finanziell. Die Neukonzeption des Versuchsbetriebes der Obstbauversuchsanstalt Esteburg wurde in Höhe von einmalig 350.000 Euro, die Förderung von Projekten im Rahmen der praxisrelevanten Forschung für den ökologischen Obstbau in Höhe von 40.000 Euro und ein neuer Beratungsansatz im Hamburger Obstbau in Höhe von bis zu 210.000 Euro gefördert.

Für die Zukunft gelte, die Erfahrungen der unterschiedlichen Sparten gemeinsam zu nutzen. Insbesondere Maßnahmen für den Hamburger Produktionsschwerpunkt des Gemüse- und Zierpflanzenanbaus sollen entwickelt werden. Mithilfe geeigneter Modellprojekte will man auch hier durch verbesserten Wissenstransfer die Umstellungsbereitschaft der Hamburger Gemüse- und Zierpflanzengärtner erhöhen. Dazu zähle die „marktgerechte Erweiterung der Anbausortimente“. Speziell im Zierpflanzenanbau beschreite Hamburg Neuland. Denn in dieser „teilweise hoch spezialisierten Sparte des Gartenbaus“ gebe es noch viele offene Fragen zur ökologischen Produktionstechnik.

Mitglied im Bio-Städte-Netzwerk

Die Bio-Stadt-Idee und der Hamburger Ansatz wurden auf der Fach- und Verbrauchermesse hamburg.bio vom 24. bis 26. Februar 2017 in der Handelskammer Hamburg erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Ziel des Bio-Stadt-Netzwerks ist es, bei öffentlichen Einrichtungen, Veranstaltungen, Märkten, insbesondere bei der Essenversorgung von Kindern und Jugendlichen, auf Bio-Lebensmittel zu setzen.

(Redaktion)


 


 

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